Zu brenzlig im Persischen Golf: Erste Reederei routet um

Wegen der angespannten Sicherheitslage in der Strasse von Hormus am Persischen Golf routet P&O Cruises die Oceana um.
Strasse von Hormus. @NASA

Die britische Reederei P&O Cruises, die zu Carnival gehört, zieht die Konsequenzen aus dem Konflikt in der Strasse von Hormus am Persischen Golf und sagt alle Kreuzfahrten in der Region bis März 2020 ab. Der Entscheid sei nach eingehender Beobachtung der angespannten Sicherheitslage und nach Beratung durch Behörden gefallen, berichtet «fvw» unter Berufung auf P&O Cruises. In der Strasse von Hormus wurden in den vergangenen Wochen Schiffe angegriffen und festgesetzt, darunter der in Grossbritannien registrierte Öltanker Stena Impero. Seither beobachten Reedereien die Situation mit erhöhter Aufmerksamkeit. 

Neues Routing für die Oceana

Von der Absage betroffen sind Fahrten mit der Oceana durch den Persischen Golf mit Stopps in Dubai in der nächsten Wintersaison. Das Schiff werde stattdessen aus der Region abgezogen und auf 14 neuen Routen ab Grossbritannien nach Spanien, Portugal und zu den Kanarischen Inseln unterwegs sein. Vor Weihnachten soll die Oceana Ziele in der Karibik und Amerika anfahren. Die neuen Kreuzfahrten sind vom 20. August an buchbar. Die Reederei äusserte Verständnis für die Enttäuschung der Kunden, die Sicherheit der Gäste und Crew habe aber absolute Priorität. (TI)

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