
Natasha Inglis, Success & Implementation Director bei der britischen, auf KMUs spezialisierten Travel Management Company Good Travel Management, erläutert die sechs Trends im Geschäftsreisebereich für 2026.
Trend 1; ROI bleibt der Schlüssel
Wir gehen davon aus, dass es 2026 weniger Geschäftsreisen geben wird, diese jedoch länger dauern werden, da Unternehmen versuchen werden, den ROI jeder Reise zu maximieren. Unsere Daten zeigen auch, dass Billigfluggesellschaften mittlerweile weltweit jeden dritten Flug anbieten, was darauf hindeutet, dass der Preis für Geschäftsreisende nach wie vor eine wichtige Rolle spielt.
Ein weiterer zu berücksichtigender Faktor ist, ob Ihr Unternehmen die Gesamtkosten einer Reise erfasst. Immer mehr Unternehmen werden die Gesamtkosten ermitteln wollen, vom ersten Kaffee am Flughafen über Flüge und Hotels bis hin zu allen anderen Ausgaben.
Hier kommt die Spesenmanagement-Software ins Spiel, die alle Reise- und Spesendaten konsolidiert.
Trend 2: Die Neugestaltung von Treueprogrammen
Treueprogramme stehen kurz vor einer Neugestaltung. Angesichts knapper werdender Finanzmodelle haben viele still und leise damit begonnen, Punkte abzuwerten oder Einlösungsstrukturen zu ändern, was jedoch Raum für Innovationen schafft.
Eine neue Ära der Kundenbindung wird sich auf Flexibilität und Relevanz konzentrieren und Reisenden Erlebnisse bieten, die zu ihrem Leben passen, nicht nur zu ihren Ausgaben.
Es gibt noch eine weitere mögliche Auswirkung: Reisende könnten nun offener für alternative Fluggesellschaften innerhalb ihres bevorzugten Programms sein, da sie auf attraktivere Weise den Top-Tier-Status erreichen können.
Trend 3: CO²-Kompensation wird zur Standardpraxis
Im Jahr 2026 werden wir sehen, dass sich immer mehr Unternehmen nicht nur auf die Reduzierung von Reiseemissionen konzentrieren, sondern auch zunehmend in Programme investieren, mit denen sie den CO²-Fussabdruck ihrer Geschäftsreisen ausgleichen können.
Wir glauben, dass die CO²-Messung für Reisen wichtig ist, aber angesichts der vielen Möglichkeiten, sie zu messen, kann dies eine Herausforderung sein.
Durch die Zusammenarbeit mit CO²-Experten können Unternehmen auf der Grundlage genauer Emissionsdaten Genehmigungen für Reisen erteilen.
Trend 4: Generation Z und langsameres Reisen
Da die Generation Z bis 2030 voraussichtlich 30% der Erwerbsbevölkerung ausmachen wird, passen Unternehmen ihre Geschäftsreiseprogramme an die sich ändernde Nachfrage an – ein Trend, der sich unserer Einschätzung nach auch im nächsten Jahr fortsetzen wird.
Berufstätige der Generation Z bevorzugen aufgrund von Klimabedenken langsamere Bahnreisen, was einen bedeutenden Generationswandel darstellt.
Eine aktuelle Studie ergab, dass fast zwei Drittel der Generation Z offen für langsamere Reisemöglichkeiten wie die Bahn sind, wenn dadurch ihr CO²-Fussabdruck deutlich reduziert wird.
Trend 5: Fortschrittliche digitale Sicherheit
Die vollständige Abhängigkeit von Mobilgeräten – vom Online-Banking bis hin zu Bordkarten – macht Reisende zu bevorzugten Zielen für Cyberkriminelle, sei es auf Reisen, in Hotels oder im Internet.
Die Cybersicherheit für Geschäftsreisende wird sich weiterentwickeln und Technologien wie Biometrie, End-to-End-Verschlüsselung und Echtzeit-Bedrohungsinformationen nutzen, um persönliche und Unternehmensdaten unterwegs zu schützen. Zu Beginn des Jahres 2026 werden proaktive Planung, Kommunikation und geteilte Verantwortung Reisende auf eine zunehmend komplexe Welt vorbereiten.
Trend 6: Wo KI zum Einsatz kommt, aber Menschen immer noch glänzen
Wir erleben derzeit eine Verschmelzung von Herz und Verstand im Reisemanagement.
KI übernimmt nun Routineaufgaben wie Buchungen, Richtlinienprüfungen und personalisierte Hotelvorschläge. Ausserdem übernimmt sie zunehmend Visa-Benachrichtigungen, automatisierte Spesenabrechnungen und die Reiseverfolgung in Echtzeit. Dies rationalisiert das Reisemanagement.
Wenn jedoch Komplikationen auftreten – wie Flugausfälle oder verpasste Anschlussflüge – ist der menschliche Faktor nach wie vor wichtiger denn je, um Probleme zu lösen.
Dieser Ansatz gewährleistet reibungslose Reiseerlebnisse und berücksichtigt gleichzeitig die Nuancen, die die Technologie allein nicht bewältigen kann, sodass Reisen wieder persönlich, intuitiv und sinnvoll werden. (Business Traveltip)








