
Wie britische Fachmedien berichten, erlitt die in Australien ansässige und in Englisch sprachigen Märkten aktive TMC Corporate Travel Management (CTM) einen Schaden von rund Euro 90 Mio. wegen Buchhaltungsfehlern in Grossbritannien.
Im Rahmen einer laufenden Buchhaltungsprüfung durch KPMG gab das Unternehmen bekannt, dass es nach überhöhten Rechnungsstellungen an Kunden Umsatzerlöse in Höhe von bis zu Euro 66 Mio. aus seinen Jahresabschlüssen für die Geschäftsjahre 2023 und 2024 rückgängig machen wird. Weitere Euro 22 Mio. sollen aufgrund von Kundenrückerstattungen und in Fällen, in denen vertragliche Unsicherheiten die Erfassung von Einnahmen nicht zulassen aus den Erträgen des laufenden Geschäftsjahres 2025 zurückgebucht werden.
Tickets nicht erstattet
Offiziell sind die genauen Gründe für die falschen Erträge nicht bekannt. In den Medien in Australien warf die Angelegenheit grosse Wellen, weil CTM im australischen Börsenindex ASX200 notiert war und wegen dieser fälschlich angezeigten Einnahmen dort ausschied.
Die australischen Medien spekulieren, dass CTM die Rückerstattungen aus stornierten Flügen während der Corona-Pandemie zurückbehielt und nicht an die britischen Geschäftsreisekunden erstattete.
CTM-Geschäftsführer Jamie Pherous sagte laut einem Bericht der Australian Broadcasting Corporation, das Problem betreffe Jnur eine kleine Anzahl von Kunden in Grossbritannien». Infolgedessen wurde Michael Healy, Geschäftsführer von CTM für Grossbritannien und Europa, mit sofortiger Wirkung vorübergehend suspendiert; er bezieht weiterhin sein Gehalt.
Das Unternehmen erklärte in einer Stellungnahme, dass es sich mit den betroffenen Kunden getroffen habe und eine umfassende Überprüfung der Finanzprozesse und der Buchführung innerhalb der CTM UK-Gruppe eingeleitet habe. Ausserdem werde eine externe Governance-Prüfung durchgeführt, um herauszufinden, warum die Probleme zuvor nicht erkannt und behoben worden seien. (Business Traveltip)








