
‘River of Change’ lautete das Motto der 98. Generalversammlung des Schweizer Reiseverbandes auf dem Rhein. Und nicht nur die beiden Excellence-Schiffe Crown und Empress, sondern auch sämtliche GV-Protagonist*innen kamen in den Flow der Kreativität.
Veränderungen stehen an, denn Präsident Martin Wittwer will den Verband im Hinblick auf das 100-Jahr Jubiläum in zwei Jahren fit für eine gesunde und positive Zukunft machen. Dies wollen und können aber weder er, noch sein Vorstandsgremium alleine.
So nutzte man die Gelegenheit der GV-Reise, wo man viele wichtige Entscheidungsträger, aber auch eine repräsentative Anzahl an Branchenprofis von der Basis über drei Tage zusammen hat, um Ideen und Input zu generieren, in welche Richtung die Reise des SRV zukünftig gehen soll, um eben den bestmöglichen Mehrwert für seine Mitglieder zu generieren.
Konstruktive Workshops
Einen «Rucksack voller Ideen» wünschte sich Martin Wittwer im Gespräch mit TRAVEL INSIDE kurz vor der GV. «Dieser Rucksack ist jetzt prall gefüllt», resümiert der zufriedene SRV-Präsident gegenüber TRAVEL INSDE zum Schluss der GV-Reise.
Befüllt wurde er im praxisorientierten Workshop, jeweils einmal an Bord beider Schiffe unter viel gelobter Moderation der beiden renommierten Kreativexperten Andreas Gerber und Raphael Marty von Trailgazer.

Auf Basis der Design-Thinking-Methodik erarbeiteten die SRV-Mitglieder in Gruppen konkrete Ansätze, wie der SRV seinen Mitgliedern künftig noch grösseren Mehrwert bieten kann. Wittwer zeigte sich «tief beeindruckt, wie emotional, konstruktiv und kreativ sich die Teilnehmenden in den beiden Workshops eingebracht haben.»
«Wir haben jetzt eine Basis»
Natürlich sei auf dem Schiff noch nichts entschieden worden, dies sei auch nicht das Ziel gewesen, sondern die Basis zu schaffen in diesem wesentlich längerfristigen Prozess, so Wittwer.
«Die Themen sind gegeben, nun können wir im Vorstand und der Geschäftsstelle Prioritäten setzen, und diese Punkte spezifisch angehen, welche die Branche beschäftigen».
Er lobte die Qualität, und auch die Quantität eines solch direkten Feedbacks von der Basis. Mögliche Themen wie z.B. ‘Best Practice in KI’, ‘Koordination im Krisenmanagement’, die generelle Attraktivität der Reisebranche zum Beispiel für Mitarbeitende oder auch das Reporting von Zahlen könnten somit bald im Pflichtenheft des Vorstandes stehen – dies seien aber ausdrücklich «nur Beispiele, und noch keine konkreten Aufträge, diese gilt es nun zuerst zu eruieren aus den Ergebnissen der Workshops», will sich Wittwer nicht falsch verstanden wissen.
Auch habe man sich mit den Mitgliederstrukturen und der Finanzierung des Mitgliederwesens mit seinen verschiedenen Statusmöglichkeiten intensiv und konstruktiv auseinandergesetzt. Diesbezüglich hat ja der Vorstand bereits an der formellen GV in Strasbourg Anpassungen in Aussicht gestellt (TRAVEL INSIDE berichtete).
Martin Wittwer nimmt diesen prall gefüllten Rucksack nun mit von Bord und wird den Inhalt im Vorstand aufarbeiten und die nächsten Schritte einleiten, um das Ruder auf Kurs und in eine stabile Zukunft des SRV zu setzen.
«Den SRV-GV-Film macht Ihr selber»
Einen zweiten Workshop mit anderer Thematik bot der SRV während der Reise ebenfalls an, und auch dieser wurde rege frequentiert: einen Smartphone Film Kurs auf dem Fluss.

Die Filmemacherin und Moderatorin Katharina Deuber vermittelte in diesem Workshop, wie das perfekte Reisevideo entsteht. «Jeder trägt nämlich Videokamera, Filmlabor und Schnittpult täglich in der Hosen- oder Handtasche mit sich: Das Smartphone», sagt die TV-Moderatorin. Die ursprünglich gelernte Lehrerin vermittelte den Teilnehmer*innen Schritt für Schritt, was es braucht, um den perfekten Reisefilm zu machen.
Und dies nicht nur für den privaten Gebrauch, denn die Inspiration für Ferien und Reisen hat sich verändert: Kundinnen und Kunden lassen sich längst nicht mehr nur durch Kataloge inspirieren, sondern online – mit bewegten Bildern, emotionalen Eindrücken und authentischen Videos.
Es durfte im Workshop jede*r Teilnehmer*in selbst ein Reisevideo erstellen – der Rhein und das Schiff waren als geradezu ‘excellente’ Kulisse dafür ja prädestiniert. Die Videos wurden am Schluss des Seminars an Katharina Deuber übermittelt, welche daraus dann den GV-Film zusammenschneiden wird.
So hatten alle die Möglichkeit, selbst einen Teil zur bleibenden Erinnerung einer grandiosen Flussreise beizutragen, die am Nachmittag des 20. November für die Gäste auf der Excellence Crown in Speyer, und jene der Excellence Empress in Karlsruhe, ihr Ende findet.
Christoph Fontanive








