DER Touristik-Zümpel: «Wir sind aus der Verlustzone raus»

Über 140 Teilnehmende am noblen Touristiker Treff im The Chedi in Andermatt.
CEO Dieter Zümpel (rechts) mit Verda Birinci-Reed (2.v.r.), Annette Kreczy und André Plöger.

DER Touristik Suisse lud 99 Geschäftsführer seiner Topagenten zum noblen Treff im legendären The Chedi Hotel in Andermatt. Die Touristiker konnten sich vom Luxus persönlich überzeugen lassen und genossen das informative Meeting mit dem ganzen Kader der DER Touristik. Mit dabei auch zahlreiche Partner aus der Hotellerie und aus den Destinationen, welche sich finanziell am Budget der Veranstaltung beteiligten und entsprechend auch eine Plattform zur Präsentation erhielten. Ein Zimmer im Chedi dürfte wohl kaum unter 400 Franken pro Nacht zu haben sein.

Am zweiten Workshop Tag äusserte sich CEO Dieter Zümpel zu seinem soeben abgelaufenen Geschäftsjahr, welches DER Touristik Suisse aus der Verlustzone heraus geführt haben soll. «Wir schreiben nach drei Jahren erstmals wieder schwarze Zahlen». Am Event sprach Zümpel über die grossen Herausforderungen für die Touristik in nächster Zeit: «Da spreche ich nicht in erster Linie von CO2, da gibt es noch viele andere Themen, die uns beschäftigen werden», sagte Zümpel. Zum Beispiel sei die Rekrutierung von Personal ein sehr grosses Thema. Am Anlass in Andermatt war denn auch dazu der deutsche Kenner und Keynote-Speaker Gero Hesse von Territory Embrace eingeladen. Er vermittelte auf lockere Art spannende Erkenntnisse und auch einige witzige Beispiele über Employer Branding & Recruiting.

Die grossen Themen listete Zümpel gleich auf:

  • Sommerwetter
  • Entpaketisierung
  • Preistransparenz
  • Digitalisierung
  • Automatisierung
  • Dynamische Wettbewerbssituation
  • Risiko-Übernahme für konkursbedrohte Leistungsträger
  • Klimadiskussionen

«Das Tourismus-Bashing ärgert mich masslos», sagte Zümpel vor versammelter Schar. Die Klimadiskussion sei richtig und wichtig, aber die Touristikindustrie habe dies bereits erkannt und arbeitet mit Hochdruck an Lösungen. Dies würde allerdings Zeit in Anspruch nehmen. Ohne Tourismus würde die Welt kaum besser ausschauen, sagte Zümpel. Im Gegenteil, der Tourismus würde Völkerverbindend wirken und auch finanzielle Mittel in die Destinationen tragen. «Nicht bloss die ökologische, sondern auch die ökonomische Betrachtung ist massgebend, wir sind ja kein NGO, sondern auch ein bedeutender Arbeitgeber». Per Ende September beschäftigte DER Touristik Suisse 1069 Personen in der Schweiz.

DER Touristik Suisse habe nicht eine Marktführerschaft zum Ziel, sagte Zümpel. Trotzdem wolle man in der Schweiz wachsen und ebenfalls ein guter und grosser Partner für den Retail sein. Während im abgelaufenen Geschäftsjahr der TO gut gelaufen sei, habe der Retail allgemein in der Schweiz etwas Mühe und auch die DER-Filialen seien hinter Vorjahr zurück. CSO Annette Kreczy präsentierte sich in Andermatt in Shopping-Laune: «Wir sind an Zukäufen im Retail-Bereich durchaus interessiert, wenn jemand also seine Nachfolge plant und verkaufsbereit ist, kann er oder sie sich bei mir melden», sagte sie der Zuhörerschaft, welche dies mit grossem Interesse zur Kenntnis nahm. (TI)

Alle weiteren Informationen zu DER Touristik Suisse vom Treff in Andermatt in der TRAVEL INSIDE Print-Ausgabe von nächster Woche.

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