Bangkok verliert seine beliebten Strassenküchen

Bis Ende Jahr sollen die von Einheimischen und Touristen gleichermassen geschätzten Streetfood-Stände verschwinden.

Sie gehören einfach zum Strassenbild in Thailand: Die Rede ist von den bei Touristen und Einheimischen gleichermassen beliebten Garküchen, an denen man sich für wenige Thai Baht mit leckeren Köstlichkeiten aus dem Wok, vom Grill oder dem Mörser fast rund um die Uhr verpflegen kann. Nun sollen sie in Bangkok bis Ende Jahr komplett verschwinden, so will es die Stadtverwaltung. Sie gibt Sicherheit, Ordnung und Sauberkeit als Gründe an – die Gehsteige sollen wieder den Fussgängern gehören.

Bereits wurden die Strassenküchen unter der Phra Phuttayotfa Brücke, in Pratunam und am Siam Square geräumt. Als nächstes sollen sie in Ayowarat und in der Khao San Road verschwinden. Bis Ende Jahr soll es in der ganzen Stadt keine solchen Streetfood-Angebote mehr geben.

Ob die Umsetzung so einfach über die Bühne gehen wird, ist offen. Denn nebst den Touristen sind es vor allem die unzähligen Mitarbeitenden der umliegenden Büros und Geschäfte, die sich über Mittag oder am Abend an den Garküchen günstig verpflegen können. Zudem würden unzählige Familien ihr Einkommen verlieren und Bangkok um eine Attraktion ärmer. Erst vor kurzem wurde Bangkok von «CNN» zum zweiten Mal zur Stadt mit dem weltweit besten «Streetfood» gekürt.

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