Lage verschlechtert sich: Auch Nicaragua-Spezialist rät von Reisen ab

Derweil vermeldet das EDA lediglich, man solle sich vor und während der Reise in den Medien und beim Reiseveranstalter über die aktuelle Lage informieren.
Tweet Auswärtiges Amt
Tweet Auswärtiges Amt

ORO Travel, seit 1994 Spezialist für Zentralamerika und insbesondere Nicaragua, rät in seinem neusten Newsletter von Reisen nach Nicaragua ab. «Seit unserem letzten Newsletter hat sich die Situation im Land geändert», schreibt der Spezialist. In seiner letzten Meldung hiess es noch, in den in touristischen Gegenden Ometepe, San Juan del Sur, an der pazifischen und atlantischen Küste sowie Granada bestehe keine Gefahr. «Doch nun werden zahlreiche Strassen – darunter auch Hauptstrassen – von Demonstranten vollständig oder teilweise blockiert», so ORO Travel. Gruppen- und Alleinreisende, die diese Woche anreisen sollten, würden direkt vom Spezialisten kontaktiert.

Seit Mitte April 2018 kommt es zu landesweiten, teils gewaltsamen Protesten. Die Bevölkerung äussert ihre Frustration über die politische und soziale Lage zum Teil durch Sachbeschädigungen, gewalttätige Demonstrationen und Plünderungen.

Während das Deutsche Amt bereits seit Wochen von Reisen nach Nicaragua abrät, meldet das EDA nach wie vor lediglich, Toursten sollten sich vor und während der Reise in den Medien und bei dem Reiseveranstalter über die aktuelle Lage informieren. «Befolgen Sie die Anweisungen der lokalen Behörden, und meiden Sie grössere Menschenansammlungen und Kundgebungen jeder Art. Eine Verschlechterung der Lage ist nicht ausgeschlossen.» (ES)

Drucken