Neues Gemeinschaftsprojekt zum Schutz des Krüger Nationalparks

Mit einem Kooperationsvertrag zwischen dem Park, privaten Reservaten und Gemeinden ist ein Konzept für verantwortungsvollen Tourismus entstanden.

Zum ersten Mal in der Geschichte des Krüger Nationalparks gibt es ein gemeinsames Konzept für den verantwortungsvollen Umgang mit Südafrikas berühmtestem Naturschutzgebiet. Es regelt unter anderem den einheitlichen verantwortungsvollem Tourismus, die sozioökonomische Entwicklung in der Region sowie die nachhaltige Nutzung von Wasser und den Erhalt der ursprünglichen Vegetation.

Weniger Plastikmüll dank lokaler Lebensmittel

Safari-Lodges und private Game Reserves sollen ab sofort engere Verbindungen mit den umliegenden Gemeinden eingehen. Dazu zählt der Einkauf von frischen Lebensmitteln aus der Region, was langfristig die Menge an Plastikmüll reduzieren soll. Lodges werden ermutigt, mit den Gemeinden Aktivitäten für Touristen zu entwickeln und ihr kulturelles Angebot in das Ausflugsangebot aufzunehmen. Reiseveranstalter sollen gezielt Tourismusprojekte unterstützen, die auch den lokalen Gemeinden zugutekommen.

Das Kooperationsabkommen ist Teil eines grösseren Prozesses, der die Erweiterung des Krüger-Nationalparks über die Landesgrenzen hinweg plant. Ziel ist es, mit der zehn Millionen Hektar grossen Great Limpopo Transfrontier Conservation Area (GLTFCA) eine weltweit führende Schutzinitiative zu schaffen.

Zukunftsweisend für nachhaltigen Tourismus

«Das Abkommen ist eine zukunftsweisende Entwicklung für den nachhaltigen Tourismus, nicht nur in Südafrika, sondern in ganz Afrika», sagt Jane Edge, Geschäftsführerin von von Fair Trade Tourism South Africa. «Zum ersten Mal legen sich alle Akteure des Tourismus in einer grossen Naturschutzlandschaft auf gemeinsame Best-Practice-Kriterien fest, die von solider Energie-, Abfall- und Wasserwirtschaft über die lokale Beschaffung von Lebensmitteln bis hin zur Stärkung der lokalen Gemeinden reichen», sagt Edge. (TI)

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