Split greift durch

Beliebte Ferienmetropole führt Bikini- und Alkoholverbot ein.
©Shutterstock.com / Tupungato

Die kroatische Küstenstadt Split ist ein beliebtes Reiseziel – besonders bei Partytouristen. Weil die Stadt an der Adria unter den feierwütigen Touristen zu leiden hat, gelten seit Juni harte Strafen bei öffentlichem Fehlverhalten. 

Auf der Facebookseite ‘GetDirekt’ teilen Anwohnerinnen und Anwohner regelmässig Videos und Fotos von den Eskapaden der Reisenden. Darauf zu sehen sind überwiegend junge Leute, die grölend durch die Gassen ziehen oder nachts laute Musik abspielen. Aufnahmen zeigen die Touris beim Urinieren an öffentlichen Plätzen oder Hauseingängen.

Das Magazin ‘oe24.at’ berichtet, dass der Stadtrat einige neue Regelungen eingeführt hat. Demnach schlagen Wildpinkeln, Alkoholkonsum in der Altstadt ausserhalb von Lokalen, Baden in Brunnen oder das Nächtigen in der Öffentlichkeit mit EUR 300 zu buche.

Wer zu tief ins Glas geschaut hat und sich öffentlich übergibt, muss EUR 150 blechen. Menschen, die nur in Badehosen oder Bikini in der Stadt herumlaufen, müssen ebenfalls mit einer Strafe rechnen, berichtet die kroatische Tageszeitung ‘Slobodna Dalmacija’. 13 Strafen hätten die Behörden angeblich schon seit Anfang Juni verhängt. 

Split ist nicht die erste kroatische Stadt, die ungehobelten Reisenden einen Riegel vorschiebt. Auf der Badeinsel Krk ist seit letztem Jahr das Reservieren von Strandliegen verboten. Wer sich trotzdem mittels eines Handtuchs einen Platz freihalten will, muss gemäss «nordbayern.de» mit einer Strafe von EUR 200 rechnen. (TI)