Studiosus bleibt trotz leichten Umsatzeinbussen zuversichtlich

Besonders beliebt waren Reisen in die arabische Welt und den Südkaukasus.
Geschäftsführer von Studiosus Peter-Mario Kubsch ist dennoch zufrieden.

Das touristische Jahr 2019 war alles andere als einfach: Weniger Buchungen in den Reisebüros, Klimaschutz-Debatten und Diskussionen zum Fliegen. Im Herbst dann die Thomas Cook Pleite. Die ganzen Turbulenzen haben auch bei Studiosus Spuren hinterlassen. Europas führender Studienreise-Veranstalter erzielte 2019 einen Gesamtumsatz von EUR 276’650’000 (ca. CHF 303’000’000), was 1,7% weniger Umsatz ist als 2018. Auch etwas weniger Gäste buchten beim Anbieter: 103’800 Gäste waren es 2019 im Vergleich zu 105’258 Teilnehmern 2018.

Geschäftsführer Peter-Mario Kubsch bleibt trotzdem zuversichtlich: «Bei der gehörigen Portion Gegenwind können wir mit dem Gesamtergebnis sehr zufrieden sein. Unsere Studienreisen sind gefragt, denn sie verbinden Menschen verschiedener Kulturen miteinander, eröffnen neue Perspektiven auf das bereiste Land und sind so nachhaltig wie möglich gestaltet». An der Pressekonferenz betonte er die Wichtigkeit der Nachhaltigkeit.

Arabische Länder mit starkem Plus 

2019 waren besonders Reisen in die arabische Welt beliebt. Ägypten wies ein Plus von 66% auf und die Jordanien-Nachfrage wuchs um 101%. Israel legte um 54% zu.

Frankreich, und Griechenland waren in Europa besonders beliebt sowie Russland, das ein Plus von 38% aufwies. Italien, Spanien und Portugal verloren an Beliebtheit. Grossbritannien wies einen Rückgang von 15% auf. Türkei ist wieder zurück auf Wachstumspfad, jedoch auf niedrigem absolutem Niveau.

«Unbekannte» Ziele hoch im Kurs

Andere beliebte Reiseziele waren Armenien und Georgien mit einem Plus von 84%. China, Japan und Südamerika waren ebenfalls im Trend. Die Länder der Seidenstrasse legten im zweistelligen Bereich zu. Aufgrund der Anschläge in Sri Lanka lag die Nachfrage 40% unter dem Vorjahr. Südafrika war ebenfalls schlechter nachgefragt, doch es ist eine Trendwende zu erwarten. Die Preise sinken aufgrund günstiger Wechselkurse um sechs Prozent. (TI)

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