Trotz Terror: 50 Millionen mehr Touristen weltweit

Insgesamt waren 2015 international 1,2 Milliarden Reisende unterwegs – Rekord.

Die internationalen Ankünfte von Reisenden sind zwischen 2014 und 2015 um 4,4% gestiegen, heisst es im UNWTO World Tourism Barometer. Insgesamt waren 2015 international 1,2 Milliarden Reisende unterwegs, rund 50 Millionen mehr als im Vorjahr. Das sei das sechste Jahr infolge, dass ein Rekordwert aufgestellt wurde, heisst es bei der UNO-Welttourismusorganisation. Das starke Wachstum des Tourismussektors sorge für Wirtschaftswachstum und Arbeitsplätze in vielen Teilen der Welt.

Nach Regionen betrachtet gab es in Europa, Nord- und Südamerika sowie in der Region Asien-Pazifik überall ein Wachstum von rund 5%. Reisen in den Raum Middle East wuchsen um 3%. Nur Afrika, wo die Daten allerdings nicht in vollem Umfang abrufbar seien, hat die Organisation einen Rückgang von rund 3% festgestellt. Dazu habe v.a. Nordafrika beigetragen – eine Folge der anhaltenden Terrorgefahr in der Region.

Die Aussichten für 2016 sind laut UNWTO positiv. Man erwarte wiederum ein Wachstum von weltweit 4%. Am meisten Potenzial sieht die Organisation im Raum Asien-Pazifik (+4 bis +5%) und auf dem amerikanischen Kontinent (+4 bis +5%), gefolgt von Europa (+3,5 bis +4.5%). Für Afrika werden +2 bis 5% vorausgesagt und für Middle East ebenfalls.

Die UNWTO zählt als Touristen alle Reisenden, die wenigstens eine Nacht im Ausland verbringen. Nach ihren Angaben hat die Branche weltweit direkt und indirekt einen Anteil von fast 10% am BIP (Bruttoinlandsprodukt) und stellt 9% der Arbeitsplätze.

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