Deutsche Airline ist insolvent – auch Schweizer TO betroffen

Die Deutsche Rhein Neckar Air hat momentan kein Geld – spricht aber von einem «temporären Liquiditätsproblem» und will weiterfliegen.
Nicht nur wegen der saisonal bedingten 'Winterpause' ist die Dornier DO328 von RNA derzeit gegroundet. ©RNA

Die Rhein Neckar Air (RNA) mit Sitz in Mannheim ist ein kleiner Regionalcarrier, der mit nur einer Maschine des Typs Dornier DO328 als Ferienflieger operiert. Da nun laut der Airline ein deutscher Reiseveranstalter «einen fünfstelligen Betrag» nicht gezahlt habe, sei die Liquidität nicht mehr gewährleistet und es musste ein Insolvenzverfahren eingeleitet werden.

Seitens Rhein Neckar Air sei man laut deutschen Medien aber zuversichtlich, dass der Flugbetrieb, der aktuell saisonal bedingt ohnehin ruht, im 2025 – zumindest teilweise – wieder aufgenommen werden könne.

Oder anders herum: Man gehe davon aus, dass die finanzielle Lücke geschlossen werden könne, wie Geschäftsführer Dirk Eckert gegenüber dem Fernsehsender SWR mitteilte. Der Carrier flog letzten Sommer ab Mannheim einmal wöchentlich Feriengäste auf die Inseln Sylt, Usedom und Elba. Dazu kam noch je ein wöchentlicher Flug ab Kassel nach Sylt und Usedom, sowie ab Friedrichshafen nach Elba.

Vor allem die Verbindung nach Elba habe sich grosser Beliebtheit erfreut, und primär diese solle deshalb nach Möglichkeit wieder aufgenommen werden von RNA, sobald die finanziellen Möglichkeiten dies wieder zulassen.

Auch ein Schweizer TO ist betroffen

Seit diesem Frühjahr hatte auch der Schweizer Tour Operator mit Vorarlberger Wurzeln, High Life Reisen, wieder einen wöchentlichen Charterflug mit Rhein Neckar Air ab Friedrichshafen im Portfolio.

Michael Nachbaur in seinem ‘Hauptsitz’ am Flughafen Altenrhein. ©TRAVEL INSIDE

TRAVEL INSIDE wollte deshalb von High Life-Geschäftsführer Michael Nachbaur wissen, inwiefern dies seine Planung für 2025 tangiere, und erreichte diesen für eine Stellungnahme auf Zypern.

Der Chef des regional stark verankerten TO mit Sitz am Flughafen in Altenrhein sieht das gegenüber TRAVEL INSIDE gelassen: «Wir haben das registriert und müssen jetzt erstmal abwarten, wie es sich entwickelt. Sobald eine finanziell abgesicherte und stabile Lösung seitens der Airline da ist, sind wir grundsätzlich bereit, uns das wieder anzuschauen und zu evaluieren.»

Man darf also gespannt sein, ob es unter Aufsicht des Liquiditätsverwalters gelingt, die Dornier DO328 von Rhein Neckar Air auf die kommende Chartersaison hin wieder in die Luft zu kriegen. (CF)