Deutscher Reisemarkt erreicht 2025 neue Rekordwerte

Besonders Pauschalreisen, Flugreisen sowie Kreuzfahrten legten zu, während auch der Anteil der Fernreisen weiter stieg.
Zahlen und Fakten zum deutschen Reisemarkt 2025 ©DRV

Der Deutsche Reiseverband (DRV) hat mit der Publikation ‘Der deutsche Reisemarkt – Zahlen und Fakten 2025’ eine umfassende Übersicht über die Entwicklung der Branche im vergangenen Jahr veröffentlicht.

Ein zentrales Ergebnis: Die Ausgaben der deutschen Bevölkerung für vorab gebuchte Ferienreisen mit einer Dauer von mehreren Tagen erreichten 2025 mit 87,9 Milliarden Euro einen neuen Höchstwert. Auch die Reiseveranstalter profitierten von dieser Entwicklung. Ihre Umsätze stiegen auf 43,4 Milliarden Euro, nachdem sie im Vorjahr noch bei 39,8 Milliarden Euro gelegen hatten. Damit entfällt knapp die Hälfte des Gesamtmarktes auf Veranstalterreisen.

Auch der stationäre Vertrieb bleibt laut DRV ein wichtiger Pfeiler der Branche. Reisebüros erzielten 2025 insgesamt einen Umsatz von 21 Milliarden Euro. Davon entfielen 14,3 Milliarden Euro auf das Privatkundengeschäft und 6,7 Milliarden Euro auf Geschäftsreisen.

Insgesamt unternahmen 57,1 Millionen Deutsche im vergangenen Jahr mindestens eine Ferienreise mit einer Dauer von fünf Tagen oder mehr. Damit lag die Zahl leicht über dem Vorjahr. Der Anteil der reisenden Bevölkerung stieg ebenfalls geringfügig und beträgt nun 80,5%. Gleichzeitig verkürzte sich die durchschnittliche Reisedauer leicht auf 12,4 Tage.

Die wirtschaftliche Bedeutung des Tourismus in Deutschland 2025 ©DRV
Flug, Zug oder Schiff?

Bei den Verkehrsmitteln baut das Flugzeug seine führende Rolle weiter aus. 47% aller längeren Ferienreisen wurden per Flug durchgeführt, nachdem der Anteil im Jahr zuvor noch bei 45% gelegen hatte.

Auch Kreuzfahrten bleiben auf Wachstumskurs. Die Deutschen gaben 2025 rund 6,7 Milliarden Euro für Hochsee- und Flusskreuzfahrten aus – ein Plus von 8% gegenüber dem Vorjahr. Bei Hochseekreuzfahrten war die Nordsee mit einem Anteil von 37% das beliebteste Fahrtgebiet, gefolgt vom westlichen Mittelmeer (20%) sowie dem Atlantik mit Zielen wie Kanaren, Madeira, Kapverden, Azoren und Portugal (14%).

Im Bereich der Flusskreuzfahrten lagen Routen auf dem Rhein und seinen Nebenflüssen mit 44% vorne. Dahinter folgten die Donau mit 22% sowie Flüsse in Frankreich (14%) und der Nil (9%).

Ein weiterer Trend zeigt sich bei den Reisezielen: Der Anteil der Fernreisen nahm zu und stieg von 6,9% auf 8,6%. Gleichzeitig ging der Anteil der längeren Ferienreisen innerhalb Deutschlands leicht zurück und lag bei 22,2%, im Gegensatz zu noch 23,6% im Vorjahr. (TI)