
Im Rahmen der deutschen EU-Ratspräsidentschaft kamen am 28. September die für Tourismus verantwortlichen Ministerinnen und Minister virtuell zusammen. «Wir brauchen eine stärkere europäische Steuerung», sagte Thomas Bareiss, Tourismusbeauftragter der Bundesregierung im Vorfeld der Sitzung, und bezog sich damit auf Reisewarnungen, Quarantäneregeln und Schnelltests. Denn Verlässlichkeit für die Branche, Akzeptanz der Reisenden und Sicherheit seien in der Krise wichtig. Er betonte in einer kurzen Ansprache auch: «Die Branche steht vor einem enormen Strukturwandel. Wir wollen sie dabei begleiten und den Wandel gemeinsam gestalten. Es geht um viel.»
Mehr als drei Stunden tauschten sich die für den Tourismus verantwortlichen Minister der EU-Länder per Videokonferenz aus. Konsens: Corona-Massnahmen sollen innerhalb Europas besser abgestimmt werden. Konkrete Vorhaben wurden laut «fvw.de» allerdings nicht verabschiedet.
Einig seien sich die Minister darüber gewesen, Grenzschliessungen zu vermeiden, «wenn es geht», berichtet Thomas Bareiss, Tourismusbeauftragter der Bundesregierung. Teilgenommen an dem virtuellen, informellen Treffen hat neben den Ministern der EU auch der Generalsekretär der UNWTO. «Wir haben uns generell ausgetauscht, aber keine Formulierungen und Beschlussvorlagen gefunden», sagte Bareiss. Man werde in den nächsten Tagen weiter daran arbeiten. Auch die Gesundheitsministerien müssten sich mit dem Thema Abstimmung in der EU noch befassen, erklärte Bareiss.
Tenor: Die Tourismusminister wollen die Branche unterstützen – mit möglichst einheitlichen Massnahmen und Kriterien zu Einreisebeschränkungen, Quarantäneregeln und kostenlosen Schnelltests. «Da müssen wir uns annähern. Es macht keinen Sinn, dass Deutschland und Österreich andere Massnahmen ergreifen», nennt Bareiss ein Beispiel. «Wir brauchen nachvollziehbare und verlässliche Regelungen». Er betonte auch, dass die Quarantäneregel für die Branche «ein großer Hemmschuh ist». Umso mehr kämpfe er dafür, dass kostenfreie Tests eingeführt werden. An den regionalen Betrachtungen zur Bestimmung von Risikogebeiten wolle die EU festhalten. (TI)








