Die Wüste Negev: Eilats grosser Joker

Die atemberaubende Wüste Negev bei Eilat bietet so einiges.
© Reto E. Wild

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Im Norden von Eilat, nur ein paar Fussminuten vom City-Flughafen entfernt, breitet sich die Negev aus. Israel besteht zu rund 60 Prozent aus dieser Wüste. Der in Eilat lebende langjährige Schweizer Honorarkonsul Alfonso Nussbaumer (79), der auch schon mit Beduinen unterwegs war, weiss: «In der Umgebung von Eilat ist die Landschaft sehr interessant. Hier treffen die Arabische auf die Eurasische Platte aufeinander. Wir haben ein geologisches Fenster, das die Geschichte der Erde abbildet.» Oder etwas profaner ausgedrückt: Vor den Toren von Eilat sieht man vom Urgestein über Granit bis zum Sandstein ein zauberhaftes Farbenspiel. Für eine derartige Vielfalt müsse man in der Sahara 2000 Kilometer zurücklegen, vor Eilat genügen rund 50 Kilometer, vergleicht Nussbaumer. Die Wüste ist auch das Zuhause von für Touristen ungefährlichen Gazellen, Hyänen, Wölfen und Steinböcken.

25 Wanderwege im Timna-Park

© Fotos: Reto E. Wild

Er weist auf einen weiteren interessanten Punkt hin: «Die Negev und die Sinai-Halbinsel sind die einzigen Landbrücken, die Afrika mit Asien verbinden. So kamen unsere Vorfahren nach Europa.» Die Negev ist also auch aus archäologischer Sicht attraktiv; der Timna-Park rund 25 Kilometer nördlich von Eilat zählt zu den wichtigsten Attraktionen im Süden Israels. Seit der altägyptischen Zeit wird in der Region Kupfer abgebaut. Zahlreiche Schächte und Felsenmalereien weisen darauf hin. Wer sich lieber auf die Gegenwart konzentriert, kann im Park aus 25 Wanderwegen auswählen oder die Steinformationen auf 20 Kilometer langen Strassen für Velofahrer bewundern. Im neuen Besucherzentrum lassen sich E-Bikes mieten. Auf dem Weg zum Timna-Park sollte man Evrona einplanen. Dabei handelt es sich um Salzbecken, wo die treuesten Besucher Eilats landen: bis zu 500 Flamingos auf ihrem Weg von Ostafrika nach Asien und Europa. Die Zahl der rosa Vögel stieg seit dem Iran-Irak-Krieg in den 1980er-Jahren an. Noch etwas hat sich positiv verändert: Die paar Millimeter Regen der letzten Jahre – vorher gab es eine Phase von rund zehn Jahren ohne Niederschlag – machten die Wüste etwas grüner und damit noch attraktiver.

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Yiftach Peretz (44) Chef-Winzer beim Weingut Carmel, Kiryat Tivon (Nähe Haifa)

«Gehen Sie in die Wüste Negev, und schlafen Sie in einem Ein-Millionen-Sterne-Hotel. Das ist eine einzigartige Erfahrung. In Sde Boker im zentralen Negev sehen Sie, wie der erste Premier David Ben-Gurion seinen Lebensabend verbrachte. In Israel kann man an einem Tag Ski fahren und nach vier Stunden Fahrt im Roten Meer Korallen sehen. Not bad!»

 


Weiterführende Links

Botschaft Israels in der Schweiz: embassies.gov.il/bern

Dieser Artikel entstand in Zusammenarbeit mit dem Israelischen Verkehrsbüro.

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