
Dubai ist im Vergleich zu sonst wie ausgestorben. Mehrere Hotels in der Wüstenstadt haben vorübergehend geschlossen. Die Zimmerauslastung beträgt aktuell noch ein Drittel, waren es im Februar noch 85%, wie die ‘NZZ’ in Erfahrung brachte. Einige Betriebe nutzen die Zeit für Renovationen, andere kämpfen weiter um Kundschaft.
Und nicht nur die Tourist*innen meiden die Stadt, sondern auch Ausländer*innen zogen weg. Einige aus freien Stücken, andere gezwungenermassen – weil regierungskritische Aussagen in den VAE verboten sind. Die Strassen seien ungewöhnlich ruhig, berichten die Menschen laut ‘NZZ’ vor Ort.
Keine Reisewarnung, aber Verunsicherung
Zwar hat das EDA erst Ende Juni die Reisewarnungen für den Nahen Osten aufgehoben, auch für die Vereinigten Arabischen Emirate. Mehrere Tour Operator, darunter Bentour Reisen, Holiday Maker und Dertour Suisse, haben bereits angekündigt, ab sofort wieder Reisen auf die Arabische Halbinsel anzubieten.
Aber noch haben nicht alle Beteiligten das Kriegsbeil begraben. Insbesondere der immer wieder entflammende Konflikt in der Strasse von Hormus verunsichert die Reisenden. Auch die Swiss fliegt bis Ende Oktober 2026 noch nicht zwischen Dubai und der Schweiz (TRAVEL INSIDE berichtete).
Zusatzleistungen sollen überzeugen
Emirates fliegt Zürich täglich zweimal an – muss aber die Werbetrommel kräftig rühren, um genug Kundschaft zu finden. Die Airline führte Mitte Juni eine umfassende Reiseversicherung ein, um das Sicherheitsgefühl zu erhöhen und Anreize für Reisen in die Region generieren. Und nicht nur das: Emirates wirbt mit Vergünstigungen bei Partnerbetrieben und Sommererlebnissen.
Sogar ein gratis Hotel-Aufenthalt im 5-Sterne-Hotel JW Marriott Marquis ist neu im Zusammenhang mit einer Emirates-Buchung möglich, solange das Ticket zwischen dem 22. Juni und 12. Juli gebucht wird, mit einem Reisezeitraum bis 30. September 2026.
Ob die Destination in den nächsten Wochen und Monaten wieder an Beliebtheit gewinnen wird, dürfte mit verschiedenen Faktoren zusammenhängen. Darunter sind das tatsächliche Geschehen in der Region, die Angebote der Reisebüros, Hotels und Airlines, sowie die mediale Berichterstattung und die entsprechende Wahrnehmung der Reisenden. (TI)








