
Die Agentur der Europäischen Union für Flugsicherheit (EASA) verlängert die Warnung vor Landungen und Überflügen mehrerer Länder auf der Arabischen Halbinsel.
Laut EASA sollen die Gewässer von Bahrain, Kuwait, Katar und der Vereinigten Arabischen Emirate bis zum 30. September nicht überflogen werden.
Militärischer Konflikt gefährdet Zivilflugzeuge
Nach dem militärischen Konflikt zwischen den USA und Iran bleibt die Sicherheitslage in der Region instabil. Dadurch entstehen zusätzliche Risiken im Luftraum der betroffenen Länder.
Militärische Aktionen in der Strasse von Hormus führen zu hohen Risiken für den Luftraum über den Gewässern. Dies betrifft Bahrain, Kuwait, Katar und die Vereinigten Arabischen Emiraten sowie den Luftraum über den Gewässern des Golfs von Oman westlich des Längengrads 58° östlicher Länge.
Die Präsenz bedeutender US-Militäreinrichtungen in der Region erhöht die Wahrscheinlichkeit, dass die erwähnten Staaten direkt iranischen Raketen- und Drohnenangriffen ausgesetzt sein könnten. Auch der angrenzende Luftraum über dem Meer kann durch Überflüge von Raketen oder Drohnen, Abfangmassnahmen, herabfallende Trümmer sowie die weitreichenden Folgen einer weiteren militärischen Eskalation in der Region betroffen sein.
Zivile Flugzeuge können mit militärischen verwechselt werden, sowie in unbeabsichtigte Angriffe und Kollateralschäden verwickelt werden. Unvorhersehbare militärische Entwicklungen in Verbindung mit dem möglichen Einsatz von Raketen, Drohnen, Kampfflugzeugen und Luftverteidigungssystemen stellen für zivile Flüge in allen Höhen und auf allen Flugflächen über den Gewässern innerhalb des betroffenen Luftraums ein hohes Risiko dar.
Notwendige Flüge zu oder von Flughäfen innerhalb der betroffenen Fluginformationsgebiete können laut EASA durchgeführt werden, wenn ausreichende Massnahmen zur Risikominderung getroffen wurden.
Auch Risiken über Landgebiet vorhanden
Auch über dem Landgebiet der betroffenen Staaten bestehen weiterhin Restrisiken. Fluggesellschaften und andere Betreiber sollten deshalb weiterhin vorsichtig sein und mögliche Raketen- und Drohnenaktivitäten, Luftverteidigungsmassnahmen sowie herabfallende Trümmerteile berücksichtigen. (TI)








