
Aus aller Welt, von Australien bis Finnland und von China bis Paraguay, kommend, trafen am 31. Mai 2026 rund 120 Vertriebspartner von Ponant in Malta ein und schifften auf dem kleinen aber feinen Explorer-Schiff Le Dumont d’Urville zum ‘Seminar-at-Sea’ ein.
Nach der üblichen Sicherheitsübung empfing das Ponant-Führungsteam unter der Leitung von Deputy CEO Belinda Hindmarsh und Kapitän Thomas Mc Candless während der malerischen Ausfahrt aus dem Hafen von Malta die Gäste während eines Welcome Cocktails.
Belinda Hindmarsh stellte ihre Teams vor, darunter aus dem DACH – Markt Stefanie Vollmuth, Direktorin DACH, Marlise Eijking-Flückiger, Head of Sales Schweiz und Andrea Hendel, Head of Sales Deutschland und Österreich. Das DACH-Team betreute die rund 23 Gäste aus dem DACH-Raum, darunter sieben aus der Schweiz.

Kapitän McCandess stellte danach die Offiziere und die Manager der mit 92 Kabinen für 184 Passagiere, einer Länge von 131 m und einem Tiefgang von nur 4,7 m für Expeditionsreisen perfekt geeigneten Le Dumont d’Urville vor.
Ein Nachtessen in lockerer Atmosphäre, bei dem die Teilnehmenden bunt gemischt an Tischen sassen, ermöglichte den interessanten Austausch mit Kreuzfahrtverkäufer*innen aus vielen unterschiedlichen Ländern.
North Star

Passend für eine auf Expeditionen, insbesondere auch in den Polarregionen, spezialisierte Reederei heisst die Strategie der nächsten Jahre ‘North Star’, welche Belinda Hindmarsh am Morgen des zweiten Tages präsentierte.
Diese beinhaltet das Motto ‘Exploration – everywhere, everyone, everything, everytime and togethernes’. Damit will Ponant ihre globale Ausrichtung nicht nur bezüglich der Fahrtgebiete sondern auch bezüglich der Quellmärkte unterstreichen.
Nachdem noch vor nicht allzu langer Zeit beinahe 100% der Passagiere aus den französischsprachigen Märkten stammten, beträgt dieser Marktanteil heute noch 35% und 65% stammen aus internationalen Märkten. Der Repeater Anteil beträgt 50%.
Die wichtigsten Kriterien zur Wahl einer Kreuzfahrt sind gemäss den NPS (Net Promoter score) von Ponant die Destination, das Schiff und die Kabine und der Service und die Landausflüge. Dem gegenüber stehen die sich aufgrund der geopolitischen Friktionen verändernden Marktdynamiken. So wird sich Ponant bezüglich der Fahrtgebiete verstärkt in Südostasien engagieren.
Zudem setzt Ponant auf eine frühzeitige Buchungseröffnung von 30 Monaten vor der Fahrt. Solche Buchungen werden dann auch mit dem günstigsten Preis honoriert, woraufhin sich der Preis dann dynamisch entsprechend der Nachfrage nach oben bewegt. Von kurzfristigen Preisaktionen jeglicher Art will man absehen.
Neue Entwicklungen
Gerade aus Europa stellt Ponant eine Nachfrage nach näheren Zielen fest. So fährt der Eisbrecher Le Commandant Charcot, für den Ponant eine stark steigende Nachfrage verzeichnet, im kommenden Winter in der Ostsee, über Weihnachten und Neujahr bis hinauf nach Oulu und Kemi in Finnland.
Um auch eine jüngeres Publikum (Durchschnittsalter 62 Jahre) als Erst Bucher für Ponant zu gewinnen werden neu pro Jahr 15-20 kürzere Fahrten von fünf Nächten angeboten. «Wenn wir sie einmal bei uns an Bord haben, ist die Chance gross, dass sie wieder kommen, und wenn wir sie ein zweites Mal an Bord haben, haben wir sie endgültig für uns gewonnen», sagte dazu Belinda Hindmarsh.
Auf die Frage wofür Ponant steht und wie sie sich von anderen Reedereien im Luxus- und Expeditionskreuzfahrtsegment unterscheidet antwortete Stephen Winter, International Sales Director: «Ponant steht für französischen Stil, französische Klasse und französische Handwerkskunst!» Tatsächlich bietet die Reederei eine luxuriöse Gastfreundschaft auf eine entspannte Art.
Am Nachmittag des zweiten Tages wurden verschiedene Workshops durchgeführt, in dem die Spezialisten aus der Ponant-Zentrale ihre Vorgehensweisen erklärten aber auch von den Reiseexperten wertvolles Feedback einholten.
Kleine Juwelen im Mittelmeer
Auf der Fahrt von Malta nach Nizza durchfuhr die Le Dumont d’Urville morgens zwischen 05:00 und 06:00 Uhr die Strasse von Messina. Die Frühaufsteher unter den Teilnehmer*innen schwärmten mit Fotos wie der Vollmond genau über dem Ätna stand.
Die ‘rauchende’ Vulkaninsel Stromboli passierte die Le Dumont d’Urville nicht, sie navigierte einmal vollständig um sie herum und bot so den Gästen einmalige Ausblicke.
Etwas weiter nördlich wurde eine Schule Delphine gesichtet. Auch hier zeigte Kapitän Thomas Mc Candless und seine Besatzung, dass sie sehr viel Entscheidungsautonomie hat. Das Schiff wurde gestoppt und danach wurde die Delphinschule einmal umrundet.
Die schöne Insel Il Giglio, die wegen des tragischen Unglücks der Costa Concordia im Jahr 2012 traurige Berühmtheit erlangte, wurde in den Morgenstunden des dritten Tages sicher passiert.
Nach einem interessanten Q&A mit dem Kapitän und Präsentationen von regionalen Sales Manager zu interessanten Fahrtgebieten wurde zu einem Brunch gebeten bevor das Schiff in Portoferraio auf Elba anlegte. Ein Hafen den grössere Schiffe als die Le Dumont d’Urville gar nicht anlaufen können.
Nach dem die Gäste die grösste Insel des toskanischen Archipels erkundeten wurde ein Farewell-Cocktail und anschliessend das Galadinner serviert. Der Abend verlief, wie auch die vorherigen Abende, in ausgelassener internationaler Stimmung und am frühen Morgen des vierten Tages legte die Le Dumont d’Urville im Port Lympia von Nizza an von wo sich die Teilnehmer*innen wieder in alle Welt verstreuten.
Hans-Peter Brasser, Le Dumont d’Urville








