Erlebnisreisen ziehen an

G Adventures sieht einen deutlichen Nachholeffekt.
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©Pixabay / Chulmin Park

Der Erlebnisreisen-Veranstalter G Adventures hat 2022 gut angefangen. Im Januar erreichte er den höchsten Monatsumsatz seit Beginn der Pandemie. Besonders die Buchungen aus der DACH-Region hätten die Erwartungen übertroffen, schreibt das Unternehmen. Trotz der Unsicherheiten aufgrund der Omikron-Variante zeige sich, wie die Zuversicht unter den Reisenden im Laufe des Monats zunahm und eine breite Palette an Reisen  gebucht wurde.

Für Jeanette Buller, Vertriebsdirektorin für Europa bei G Adventures, sind die Buchungen im Januar ein starkes Zeichen dafür, dass die Reisenden wieder zuversichtlicher werden und ihre in der Pandemie aufgestaute Reiselust nun ausleben wollen. Die meisten Buchungen seien kurzfristig für Abreisen in den nächsten Monaten und junge Reisende gehörten zu jenen, die es am wenigsten erwarten können, endlich wieder unterwegs zu sein.

«Wir sehen starke Nachfrage nach allen unseren Reisearten, ganz besonders nach den Reisearten Classic, 18-to-Thirtysomethings und Active», so Buller. 55% der Reisenden aus der DACH-Region haben im Januar eine Reise mit Beginn vor Ende April gebucht. Reiseziele wie Mexiko, Costa Rica, die Galápagosinseln und Peru, seien dabei besonders beliebt.

Nachdem sie als Letzte beim Impfen drankamen und vielfach gezwungen waren, von zu Hause aus zu arbeiten oder zu studieren, sind junge Menschen besonders begierig darauf, wieder zu reisen und andere junge Reisende zu treffen. G Adventures verzeichnete so eine sehr starke Nachfrage von Reisenden zwischen 18 und 35 Jahren und auch eine leichte Zunahme bei all jenen jungen Reisenden, die als Solo Reisende alleine unterwegs sind.

«Carpe-diem-Effekt»

Zu Beginn der Pandemie registrierte G Adventures eine Zunahme bei Suchanfragen nach Aktivreisen wie dem Trek zum Everest-Basislager und Besteigungen des Kilimandscharo. Als das Reisen wieder möglich wurde, schlug sich dieses Interesse auch in Buchungen nieder. Der Veranstalter nennt das den «Carpe-diem-Effekt».

Damit ist gemeint, dass die Reisenden solche Reisen, die ihnen das Gefühl geben, etwas Besonderes geleistet und das meiste aus ihrer Urlaubszeit gemacht zu haben, und die sie früher vielleicht auf die lange Bank geschoben haben, jetzt wirklich machen wollen. Dieser Trend hat sich 2022 fortgesetzt: Active-Trips sind weiterhin sehr beliebt. Der Inka-Trail in Peru beispielsweise war die am zweithäufigsten gebuchte Reise im Januar.

Sicherheitsmassnahmen stören nicht

Seit der Wiederaufnahme der Reisen im September 2020 hat G Adventures in 18 Monaten mittlerweile über 2600 Reisen sicher über die Bühne gebracht. Trotz der zusätzlichen Sicherheitsmaßnahmen im Rahmen der «Beruhigt reisen»-Regelung, wie etwa das Tragen von Masken und verstärkte Desinfektionsmassnahmen, stieg der NPS Wert (Net Promoter Score, ein Mass zur Bewertung der Reiseerfahrung durch die Reisenden) des Reiseveranstalters 2021 um 5%. Das zeigt, dass die zusätzlichen Massnahmen das Reiseerlebnis nicht beeinträchtigen.

Potenzial in Asien

Trotz verpflichtender Quarantäne wird Thailand weiterhin stark nachgefragt und gehörte im Januar zu den meistgebuchten Reisezielen. Besonders beliebt war es bei jungen Reisenden zwischen 18 und 35. Andere asiatische Länder wie Sri Lanka und die Malediven sind ebenfalls populäre Reiseziele und G Adventures erwartet eine starke Zunahme bei den kurzfristigen Buchungen, sobald Länder wie Vietnam, Thailand und Indonesien wieder ohne Quarantäne besucht werden können. (TI)