
Der neue ‘Hurricane Informer 2026’ von Safeture und Riskline zeigt, dass Europa zunehmend von extremen Wetterereignissen betroffen ist.
Hurrikane, Taifune und schwere Sturmsysteme galten lange Zeit als Risiken, die mit weit entfernten Reisezielen in der Karibik oder in Asien verbunden waren. Doch diese Zeiten sind vorbei. Extreme Wetterereignisse betreffen zunehmend Regionen, die zuvor als vergleichsweise sicher galten, darunter Teile Europas und des Mittelmeerraums. Zu diesem Schluss kommt der neue ‘Hurricane Informer 2026’, der gemeinsam von Safeture und Riskline veröffentlicht wurde.
Stürme zunehmend ausserhalb der traditionellen Enstehungsgebiete
Die Analyse zeigt, dass steigende Meerestemperaturen und sich verändernde Wetterverhältnisse dazu führen, dass tropische und aussertropische Stürme zunehmend ausserhalb ihrer traditionellen Entstehungsgebiete auftreten. Hinzu kommt ein weiterer Risikofaktor: Meteorologische Behörden rechnen zwischen Juni und November mit einer hohen Wahrscheinlichkeit für ein sehr starkes El-Niño-Ereignis.
El Niño ist eine natürliche Erwärmung der Oberflächengewässer im tropischen Pazifik, die globale Wetterverhältnisse beeinflusst und oft mit höheren Durchschnittstemperaturen sowie Veränderungen bei Niederschlägen und Sturmaktivität einhergeht. In Verbindung mit dem langfristigen Anstieg der Meerestemperaturen könnte El Niño die Entstehung und Intensivierung extremer Wetterereignisse weiter begünstigen.
Neue Risikozonen in Europa
Obwohl das gemässigte Klima Europas den Kontinent nach wie vor weitgehend vor direkten Hurrikan-Treffern schützt, machen sich die Auswirkungen tropischer Sturmsysteme zunehmend bemerkbar. Die Ausläufer tropischer Stürme können in Europa starke Regenfälle, Überschwemmungen und zerstörerische Windböen verursachen. Gleichzeitig nimmt die Zahl der sogenannten ‘Medicanes’ – tropisch anmutende Wirbelstürme im Mittelmeerraum – zu.
Die Sturmsaison 2025/2026 brachte mehrere außergewöhnlich schwere Wetterereignisse in Süd- und Westeuropa mit sich. Die Stürme Amy und Benjamin im Oktober 2025, gefolgt von Goretti und Leonardo Anfang 2026, führten zu erheblichen Beeinträchtigungen im Strassen- und Schienenverkehr. Umgestürzte Bäume, lokale Überschwemmungen und beschädigte Infrastruktur führten in vielen Gebieten zu erheblichen Einschränkungen.
Nach dem Sturm Leonardo waren Tausende Menschen auf der Iberischen Halbinsel gezwungen, ihre Häuser zu verlassen, während die Verkehrsinfrastruktur an einigen Orten mehr als eine Woche lang beeinträchtigt blieb.
«Extreme Wetterereignisse entwickeln sich zunehmend zu einem globalen Reisrisiko, auch in Regionen, die in der Vergangenheit selten mit solchen Risiken in Verbindung gebracht wurden», sagt Marcel Brandt, Chief Sales Officer bei Safeture. «Vorbereitung und schneller Zugang zu Informationen werden daher zu entscheidenden Faktoren für eine sichere und widerstandsfähige Mobilität.»
Der ‘Hurricane Informer 2026’ von Safeture und Riskline bietet einen aktuellen Überblick über regionale Risiken sowie praktische Empfehlungen, wie Geschäfts- und Freizeitreisende sich auf extreme Wetterereignisse vorbereiten und im Notfall angemessen reagieren können. (Business Traveltip)








