Europäischer Geschäftsreisemarkt wächst weiter

GBTA rechnet für Europa mit kräftigem Wachstum im Geschäftsreisemarkt.
©Rob Wilson / Unsplash

Die Global Business Travel Association (GBTA) erwartet für den europäischen Geschäftsreisemarkt eine anhaltende Dynamik. Gemäss dem neuesten «GBTA Business Travel Index Outlook» (BTI) sollen die Ausgaben 2026 389,9 Mrd. Euro erreichen, ein Plus von 8,2% gegenüber 2025.

Für 2027 prognostiziert die GBTA 414,5 Mrd. Euro, für 2028 441,6 Mrd. Euro. Präsentiert wurden die Europazahlen an der GBTA + VDR Europe Conference, die vom 10. bis 12. November in Hamburg stattfindet.

2025 entfallen laut GBTA 88% der europäischen Ausgaben auf Westeuropa, 12% auf Emerging Europe. Die sechs stärksten Quellmärkte – Deutschland, UK, Frankreich, Italien, Spanien und die Niederlande – kommen zusammen auf gut 241,5 Mrd. Euro und stehen damit für 17,7% der weltweit erwarteten 1,36 Billionen Euro.

Reisegründe und Ausgabenniveaus

Hauptanlässe für Geschäftsreisen in Europa sind Seminare/Trainings, Kongresse/Tagungen sowie interne Meetings. Der durchschnittliche Trip kostet 850,7 Euro; grösster Kostenblock ist die Unterkunft, gefolgt von Verpflegung und Flug. In Grossbritannien liegen die Ausgaben pro Reise mit rund 1305 Euro am höchsten, in Polen und Schweden mit etwa 639–646 Euro am niedrigsten.

Einstellungen und Verhalten der Reisenden

83% der befragten europäischen Geschäftsreisenden finden, dass Reisen sich für die Zielerreichung lohnt. 77% reisen 2025 gleich viel oder mehr als 2019 und die durchschnittliche Reisedauer beträgt 3,1 Nächte. Loyalitätsprogramme sind für 81% bei der Wahl von Transport und Unterkunft relevant.

Europa hat im internationalen Vergleich einige Besonderheiten:

  • Nur 40% fühlen sich beim Buchen mit KI-Tools wohl – der niedrigste Wert aller Regionen.
  • 57% kombinieren Geschäfts- und Privatreisen heute seltener als früher (Nordamerika: 68%, Asien-Pazifik: 70%).
  • Der Bahnanteil ist deutlich höher: 38% nutzten auf der letzten Reise die Schiene (Nordamerika: 8%, Lateinamerika: 4%).
  • Zudem gibt ein Drittel (32%) an, dass im eigenen Unternehmen ein dediziertes Travel-Management-Team besteht.

Für die Branche in Europa – und damit auch für den Schweizer Markt – signalisiert der BTI eine robuste Nachfrage, trotz wirtschaftlicher und geopolitischer Unsicherheiten. (TI)

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