Extreme Hitze beeinträchtigt Flugplan

Flugzeuge brauchen bei Hitzewellen mehr Schub und tragen weniger Gewicht.
©Unsplash/Josue Isai Ramos Figueroa

Extreme Hitze kann die Luftfahrt belasten, wie Caribbean News in Erfahrung brachte.

Die Umgebungsluft wird merklich dünner, wenn sie auf extreme Temperaturen aufheizt. Ein Flugzeug braucht bei gleicher Auslastung mehr Schub, um sicher zu starten und genug schnell an Höhe zu gewinnen. Wenn die strengen Sicherheitsvorgaben nicht erfüllt werden können, führt dies zu Flugverspätungen oder sogar Absagen von Flügen.

Mögliche Lösungen sind längere Startbahnen, sowie das Gewicht im Flugzeug zu reduzieren. Dies kann dazu führen, dass Passagiere ihr Gepäck am Flughafen zurücklassen müssen oder sogar selbst zurückgelassen werden.

Durch die dadurch entstehenden Umbuchungen und verspätete Abflüge werden Sommerferienpläne unvorhersehbarer. Frühmorgendliche und spätabendliche Flüge seien wegen der niedrigeren Umgebungstemperaturen deshalb zu empfehlen, um mehr Gewissheit über die Durchführbarkeit der Flüge zu haben, argumentiert Caribbean News.

Allerdings zeigen die kürzlichen heftigen Gewitter, die sich im Zusammenhang mit der Hitzewelle in der Schweiz ereigneten, dass auch abendliche Flüge nicht immer gewährleistet sind. Der Flughafen Zürich musste während des Unwetters über mehrere Stunden den Betrieb einstellen, Flugzeuge konnten nicht landen oder starten. Wie ein Sprecher der Swiss sagt, ist ein Gewitter dieser Heftigkeit und Länge nicht üblich. Es ist erwiesen, dass sich diese starken Gewitter genau wie die Hitzewellen mit dem Klimawandel verstärken.

Als mögliche Alternative zieht Caribbean News die Einführung von regelmässigen Nachtflügen in Betracht. (TI)