Falk Tours baut DMC-Netzwerk auf

Nach der Abspaltung des eigenen Veranstaltergeschäfts Falk Travel baut das Unternehmen ein pan-europäisches DMC-Netzwerk auf.
Andreas Arquin (l.) und Giovanni Cocco ©zVg

Falk Tours baut seine Präsenz in den europäischen Quellmärkten und sein Angebot für Veranstalter und Reseller deutlich aus.

Nach der Abspaltung des eigenen Veranstaltergeschäft Falk Travel baut das Unternehmen ein pan-europäisches DMC-Netzwerk auf. Kroatien, Polen und Süditalien sind bereits angeschlossen.

Kroatien, Polen und Italien

«Wir wollen Falk Tours als eine führende Destination Management Company in Europa positionieren», sagt Geschäftsführer Giovanni Cocco. Die Expansion kommt schrittweise und jeweils mit kompetenten Partnern in den Quellmärkten.

Den Anfang machen Falk Tours Croatia mit Sitz in Pula, die Falk Tours gemeinsam mit Boris Zgomba, CEO von Uniline, dem führenden Destinationsmanagementunternehmen für Kroatien und Südosteuropa, betreibt.

Gleichzeitig wurde die Falk Tours Poland mit Sitz in Kolberg, gemeinsam mit Robert Zug, langjähriger Verkaufsleiter des polnischen Incomers Idea Spa Travel, gegründet.

Auch für Süditalien holt sich Falk Tours regionale Kompetenz ins Haus. Nino und Franco Caronia und ihr Unternehmen Norma Vacance sorgen unter der Marke Falk Tours Italy South von Palermo aus für ein attraktives Angebot südlich des norditalienischen Ursprungsmarkts von Falk Tours, der künftig unter der Marke Falk Tours Italy North präsentieren wird.

Eine neue Holding für ganz Europa

In Zadar, Kolberg und Palermo sind gemeinsame Tochtergesellschaften in Vorbereitung oder bereits gegründet. «Wir arbeiten seit vielen Jahren mit unseren Landespartnern vertrauensvoll zusammen und festigen diese Partnerschaften nun langfristig und auf Augenhöhe», sagt Andreas Arquin, der das wachsende Europa-Geschäft gemeinsam mit Giovanni Cocco als Geschäftsführer und Partner der neuen Falk Tours AG in Zürich leitet.

Erich Falkensteiner ist Vorsitzender des Verwaltungsrats und gemeinsam mit seinem Bruder Andreas Falkensteiner Mehrheitsgesellschafter von Falk Tours AG. Die etablierte Falk Tours & Partner GmbH ist von Vahrn in Südtirol aus weiter für das Geschäft in Norditalien verantwortlich und wird ebenfalls von Andreas Arquin und Giovanni Cocco geleitet.

«Falk Tours steht bislang gerade im deutschsprachigen Raum für höchste Zielgebietskompetenz, verlässliche Partnerschaft und Kreativität im Produkt», sagt Giovanni Cocco. Diese Werte wolle Falk Tours nun pan-europäisch festigen. «Das klare Ziel der Falk Tours AG ist eine führende Rolle im europäischen DMC-Markt», betont Andreas Arquin.

Neue Technologie für ein noch breiteres Angebot

Um dieses Ziel zu erreichen, krempelt das Team von Falk Tours die Ärmel hoch. Ein neues skalierbares Reservierungs-System ist in der Implementierung. Schon in den kommenden Wochen sollen darüber erste Kontingente für Hotels, Campingplätze und Mobil Homes aus den neuen Falk-Tours-Märkten für die Partner im Reisegeschäft verfügbar sein.

«Wir setzen dabei auf Garantie Objekte mit vollem Zugriff auf Preise und Verfügbarkeiten sowie auf Anbindungen an die Channel-Manager und streben ein breites Netzwerk in den Destinationen an», erklärt Giovanni Cocco.

Die nunmehr sechs Destinationsmarken für Italien (Nord und Süd), Kroatien, Österreich, Deutschland und Polen sollen dabei erst der Anfang sein. «Falk Tours stand 2023 für rund 100’000 Buchungen. Für unsere Reseller wollen wir ein One-Stop-Shop für ganz Europa sein», erklärt Arquin, der auch in West- und Nordeuropa nach Tour- Operator-Partnern und Wiederverkäufern sucht.

Mit dem klaren Fokus auf Wachstum im B2B-Markt unterstreicht Falk Tours auch den vollzogenen Abschied aus dem Endkundengeschäft. Am Reiseveranstalter Falk Travel, der Anfang dieses Jahres mehrheitlich vom FTI-Gründer Dietmar Gunz und dem Tech-Unternehmer Alexej Boiko übernommen wurde, hält Falk Tours nur noch eine Minderheitsbeteiligung.

Auch die Vorgängermarke Traveleague wird nicht weitergeführt. «Falk Travel ist für uns nunmehr einer von vielen wichtigen Veranstalter-Partnern, die viele zufriedene Gäste in unsere Destinationen bringen werden», betont Cocco. (TI)