Koni Kölbl, Travel-Solutions GmbH, Bremgarten

«Das VUSA 2026 findet am 05.02.26 statt. Aus rein politischer Hinsicht ist dieser Anlass, analog z.B. der Fussball WM 2026, zu boykottieren. Schade für die Sache und für den enormen Aufwand aller Beteiligten.
Wer kann uns Touristiker*innen nur einen relevanten Grund für eine USA-Ferienreise angeben? Es braucht eine enorme Prise an Naivität, Herrn und Frau Schweizer mit gutem Wissen und Gewissen über den Atlantik zu schicken.
Spätestens nach dem peinlichen, erbärmlichen auch mit viel Spott und Arroganz belegten Auftritt des Präsidenten der Vereinigten Staaten in Davos stelle ich mir die Frage: Was ich mit der Destination USA im 2026 (oder auch später) anfangen soll. Zurzeit spricht kein Argument mehr, ferienhalber nur einen Tag im Land der unbegrenzten Möglichkeiten zu verweilen, oder nicht?
Abgesehen vom aktuellen aussenpolitischen und imperialistischen Streifzug ist die innenpolitische Lage derart zerrissen und prekär, dass eine gefährliche Zeitbombe jederzeit losgehen kann. Die Stimmung in der Bevölkerung steht auf einem Tiefpunkt. Das EDA würde ohnehin gut daran tun, Warnungen für Reisende zu verschärfen.
Stadtzentren werden zu Zeltlagern für Obdachlose, Nationalparkgebühren werden angehoben (24% des Staffs wurde entlassen), dazu noch zusätzliche Befragungen und Auflagen bei der Einreise. Es gibt zusätzlich etliche negative Facts, die aus touristischer Sicht gegen den Besuch des Landes sprechen.
Der grandiose Auftritt des kanadischen Premiers Mark Carney in Davos hingegen zeigt, dass der nördliche Teil Nordamerikas menschlich und daher auch touristisch nicht ‘verloren’ ist. Deshalb sollten auch wir im Outgoing-Tourismus unsere Verbündeten nachhaltig pflegen.
Be smart: Canada welcomes you!»








