Feedback: «Rückreisequarantäne-Regel ist extrem diskriminierend»

TRAVEL INSIDE-Leserin Sandra Stebler erwartet einen Vorstoss der Reisebranche.

Sandra Stebler, TRAVEL INSIDE-Leserin

«Es ist schön, dass die Rückreisequarantäne für Rückkehrer aus einem Risikogebiet aufgehoben wurde – für Geimpfte.

Gleichzeitig müsste hier, denke ich, noch einmal eine Nachjustierung verlangt werden beim BAG. Diese Regelung ist extrem diskriminierend für Paare, bei denen einer geimpft ist, und einer nicht geimpft werden kann/darf.

Das heisst, ich als Geimpfte muss mir keine Sorgen machen, aber mein Partner, der sich nicht impfen kann/will/darf, muss weiterhin die Quarantäne absitzen. Somit wird zum Beispiel unser gemeinsames Ferienziel schon einmal hinfällig, da mein Partner nicht nach dem Urlaub noch einmal ‚Urlaub/Fehlzeit‘ veranschlagen kann. Das lässt der Arbeitgeber (in Deutschland) nicht zu. Zudem hat beispielsweise mein Verlobter in DE noch gar keinen Zugang zur Impfung.

Somit habe ich – wie viele andere Paare/Familien – ein Problem. Es gibt Streit, Unmut und die Risikoländer für solche Paarkonstellationen fallen weiterhin flach.

Beispielsweise können ich und mein Verlobter unsere Hochzeitsreise im Juli wahrscheinlich nicht antreten genau aus diesem Grund. Risikoland (im Moment auf der Liste), ich geimpft, er nicht geimpft. Also Reise und Flug stornieren, neues Ziel suchen, wo beide bei Rückreise nicht in Quarantäne müssen. Sprich: Die Lage ist immer noch himmeltraurig.

Deswegen: Kann die Reisebranche nicht den Vorstoss machen, dass Rückkehrer aus Risikoländern, die grad vor Abflug einen Test gemacht haben und mit einem negativen Test ankommen, auch von der Quarantäneregelung ausgenommen werden? Das wär nur fair.

Ich hoffe sehr, dass sich bis Ende Juni spätestens noch einiges zum Positiven ändert. Sonst fällt nämlich auch unsere Hochzeitsreise ins Wasser – was einfach nur deprimierend ist.»