
2025 ist ein bewegtes Jahr für die Schweizer Zivilluftfahrt. Mit Edelweiss und Swiss starten gleich beide Schweizer Airlines aus dem Lufthansakonzern mit dem effizienten A350-900 in eine moderne Zukunft.
Edelweiss hat bereits drei von sechs Maschinen dieses Typs, welche man von Latam übernommen hat, im Einsatz. Diese müssen allerdings noch einem Retrofit unterzogen werden, bis sie dann mit dem endgültigen Edelweiss-Bordprodukt ausgestattet sind.
Bei der ‘grossen Schwester’ Swiss ist die in diesen Tagen medial im grossen Rahmen zelebrierte Einflottung des ersten von insgesamt zehn fabrikneuen A350 mit dem neuen Swiss Senses Langstrecken-Bordprodukt aktuell in aller Munde.
Nun wird der lange angekündigte und freudig erwartete Flottenumbruch bei den zwei grössten Schweizer Airlines also greifbar.
Ausmusterung der A340-Flotte
Bei beiden Airlines sollen die neuen A350 peu à peu die ältere und ineffizientere Vorgängerflotte des Typs Airbus A340 ablösen – die vierstrahligen Jets gelten wegen ihrer ‘Untermotorisierung’ als wahre Spritfresser mit entsprechend schlechterer Kosteneffizienz und sind so wirtschaftlich und ökologisch längerfristig nicht mehr tragbar.
Am 6. Oktober dieses Jahres war die Edelweiss-Maschine HB-JMG des Typs A340-300 mit dem Namen Melchsee-Frutt zum letzten Mal mit Passagieren an Bord von Mauritius und den Seychellen kommend in Zürich gelandet.
Eine Woche später hat nun HB-JMG seine endgültig letzte Reise angetreten – ein One-Way-Flug zum spanischen Flughafenparkplatz und -Friedhof Teruel, wo er als ‘Ersatzteillager’ seine letzte Ruhe finden wird – nach stolzen 22 Jahren in Diensten der Schweizer Zivilluftfahrt.
Im Dezember 2003 wurde HB-JMG – seinerzeit noch von Swiss – in Dienst genommen. 2016 wechselte die Maschine dann die Farben und wurde von Edelweiss übernommen. Über 1,1 Millionen Passagiere waren insgesamt über 43’000 Flugstunden mit dem Airbus A340 in der Luft. Der Jet umrundete in seiner Dienstzeit fast 900mal die Erde.
Der Name darf weiterleben
Die Triebwerke des A340 Melchsee-Frutt verstummen zwar für immer – der neuste Flottenzugang, sein Nachfolger, der bereits dritte A350-900 bei Edelweiss, mit der Immatrikulierung HB-IHB, wird seinen Namen jedoch weitertragen, und ebenfalls unter dem Namen Melchsee-Frutt um die Welt fliegen – mit einer gewollten Symbolik für die Erneuerung.
Und diese schreitet zügig voran, sowohl bei Edelweiss, wie auch bei Swiss. Beide Airlines erwarten noch im Dezember dieses Jahres jeweils ihren nächsten A350.
Christoph Fontanive








