
Der Bundesrat hat das überarbeitete SIL-Objektblatt für den Flughafen Zürich verabschiedet (TRAVEL INSIDE berichtete) und damit die Betriebszeiten von 06:00 bis 23:30 Uhr bestätigt.
Die letzte halbe Stunde gilt ausdrücklich dem Verspätungsabbau. Dieser Entscheid schafft Rechtssicherheit, stärkt die internationale Erreichbarkeit der Schweiz und schützt die Funktion des Flughafens als einziges interkontinentales Drehkreuz des Landes.
Das Komitee Weltoffenes Zürich freut sich in einem Communiqué ausdrücklich über den Entscheid des Bundes. Geschäftsführer Andreas Schürer lässt sich wie folgt zitieren: «Wer die Zuverlässigkeit und die Pünktlichkeit stärkt, stärkt auch die Nachtruhe. Die bestätigten Betriebszeiten mit Verspätungsabbau sind zudem Voraussetzung für verlässliche Langstreckenverbindungen», so Schürer.
Und er fügt an: «Ohne die letzte halbe Stunde wären zahlreiche Interkontinentalflüge nicht mehr wirtschaftlich betreibbar – mit schädlichen Folgen für die internationale Vernetzung des Standorts.»
Fixierter Betriebsschluss abgewendet
Ein fixierter Betriebsschluss um 23 Uhr – wie von der kantonalen Nachtruhe-Initiative gefordert – wäre nicht nur bundesrechtswidrig, sondern würde rund 30 Prozent der Langstreckenverbindungen gefährden. Besonders die spätabendlichen Interkontinentalflüge gelten als systemkritisch für den Hub-Betrieb.
Zürich hat im europäischen Vergleich bereits die kürzesten Betriebszeiten, die seit 2000 dreimal reduziert wurden. Mit dem SIL-Beschluss wird nun auch der Weg frei, um blockierte Sicherheits- und Effizienzprojekte wie Pistenverlängerungen oder die Entflechtung von Flugrouten voranzubringen.
Der Flughafen Zürich bleibt damit eine Schlüsselinfrastruktur von nationalem Interesse – mit über 35’000 Arbeitsplätzen, einer jährlichen Wertschöpfung von 7 Milliarden Franken und Direktverbindungen in mehr als 70 Länder. (TI)








