
48 Jahre Pionierarbeit und Engagement für einen sozial und ökologisch verantwortungsvollen Tourismus gehen zu Ende.
1977 gegründet als ‘Arbeitskreis Tourismus und Entwicklung’ (akte) setzte sich Fairunterwegs für die Einhaltung der Menschenrechte und für eine nachhaltige Tourimusentwicklung ein.
Damit ist jetzt Schluss. Der Vorstand von Fairunterwegs hat beschlossen, alle Arbeitsverhältnisse per Ende Dezember zu kündigen und an der ausserordentlichen Mitgliederversammlung vom 12. November 2025 die Auflösung des Vereins zu beantragen.
Grund dafür ist, dass sich die Tätigkeit des Vereins nicht nachhaltig finanzieren lässt. Dabei hat der Vorstand auch die Weiterführung mit einer stark reduzierten Geschäftsstelle geprüft, kam aber zum Schluss, dass Fairunterwegs mit noch weniger personellen Ressourcen seinen Vereinszweck nicht erfüllen kann.
Geschäftsleiter Jon Andrea Florin: «Was wir seit langem befürchtet haben, tritt ein: Fairunterwegs muss die Geschäftstätigkeit einstellen. Es fehlt an Geld und an der Aussicht, an das für einen sinn- und wirkungsvollen Weiterbetrieb notwendige Geld heranzukommen.»
In der Rechnung klaffe eine Lücke von 170’000 Franken aufgrund des Rückzugs der DEZA und von Entwicklungsorganisationen, die seit der Gründung Fairunterwegs grosszügig unterstützt habe, so Florin.
«Der Spardruck in der Entwicklungszusammenarbeit und der Finanzierungsstopp der DEZA für Sensibilisierungsarbeit bedeutet für uns, dass wir die Hälfte unseres durchschnittlichen Jahresertrags von 340’000 Franken durch andere Finanzierungsquellen decken müssen. Wir haben in diesem Jahr mit mehr Stellenprozenten und viel Zuversicht versucht, die Lücke durch Projektbeiträge von Ämtern und Stiftungen sowie durch Mitgliederbeiträge und Kommunikationsdienstleistungen aus der (Tourismus-)Wirtschaft zu füllen. Doch der Erfolg kommt zu langsam.»
Finanzen und Verantwortung
Seit Jahren kämpft Fairunterwegs mit einer angespannten finanziellen Situation. Deshalb hat der Verein neue Tätigkeitsfelder erkundet und neue Kooperationen aufgebaut. Doch das Loch, das es zu stopfen galt, war zu gross: Es fehlen CHF 170’000 aufgrund des Rückzugs der DEZA sowie von Entwicklungsorganisationen, die den Verein seit seiner Gründung grosszügig unterstützt haben.
Der Finanzierungsstopp der DEZA für Sensibilisierungsarbeit im Inland und der Spardruck in der Entwicklungszusammenarbeit bedeutet, dass die Hälfte des durchschnittlichen Jahresertrags von CHF 340’000 durch andere Finanzierungsquellen gedeckt werden müssen.
Das ist nicht gelungen, trotz intensiver Suche in der Tourismuswirtschaft oder über das Fundraising für Projekte zur Förderung der Nachhaltigkeit im Tourismus.
Der Vorstand sieht sich in dieser Situation gezwungen, die Geschäftsstelle zu schliessen und die Auflösung des Vereins zu beantragen. (TI)








