
Die Verhandlungen zu einem neuen Gesamtarbeitsvertrag (GAV) für die Pilotinnen und Piloten der Swiss laufen nun schon seit April und trotzdem sind noch keine Ergebnisse vorzuweisen – der Prozess ist ins Stocken geraten, wie TRAVEL INSIDE berichtete.
Um gegenüber dem Management ein erstes Zeichen zu setzen, hat Aeropers einen offenen Brief an die Geschäftsleitung verfasst, der von über tausend Mitgliedern unterschrieben wurde.
Janos Fazekas, der Präsident des Pilotenverbandes, hat den Brief stellvertretend für die Mitglieder an die Geschäftsleitung von Swiss übergeben.

«Der Brief beinhaltet klare Forderungen des gesamten Pilotenkorps ans Management. Die Unterschriften zeigen den Zusammenhalt im Korps und signalisieren gleichzeitig den akuten Handlungsbedarf», sagt Thomas Steffen, Vorstand und Mediensprecher des Pilotenverbandes.
«Die Pilotinnen und Piloten brauchen mehr Planbarkeit des Soziallebens, eine langfristig tragbare Arbeitsbelastung und eine marktgerechte Vergütung, welche dafür sorgt, dass der Beruf wieder attraktiv wird. Nur so können bereits angestellte Cockpitbesatzungen bei Swiss gehalten und genügend junge Talente angeworben werden».
«Wir haben das grösste Interesse daran, dass Swiss nachhaltig erfolgreich ist», führt Vorstandsmitglied Thomas Steffen, selbst Pilot auf der Langstrecke, weiter aus.
«Das bestehende Personal leidet aktuell stark unter mangelnder Planbarkeit des Soziallebens und unter der übermässigen Arbeitsbelastung. Gleichzeitig herrscht grosser Pilotenmangel und viele Flüge müssen an Wetlease-Partner abgegeben oder ganz gestrichen werden. Hier herrscht grosser Handlungsbedarf».
«Die aktuell laufenden Vertragsverhandlungen bieten die Chance, die Grundlagen dafür zu schaffen, dass die Arbeitsbedingungen in den Cockpits bei Swiss langfristig attraktiv und zukunftsfähig werden und Swiss dadurch ihre Flüge wieder zuverlässig durchführen kann», erklärt der Mediensprecher weiter. (TI)








