Genf führt Airport Operation System ein

Der Flughafen Genf bereitet sich mit einer Echtzeit-Operationsplattform auf zukünftiges Wachstum vor zur Steigerung der Effizienz, Verkürzung von Warteschlangen und als Vorbild für andere europäische Flughäfen.
Der Flughafen Genf führt ein Airport Operations System (AOS) ein ©zVg

Angesichts eines erwarteten Passagieraufkommens von 20 Millionen bis 2030 treibt der Flughafen Genf seine digitale Transformation voran, um Reisen reibungsloser und Abläufe intelligenter zu gestalten. Der Flughafen führt ein modernes Airport Operations System (AOS) ein, das von SITA entwickelt wurde und darauf ausgelegt ist, der steigenden Nachfrage gerecht zu werden und gleichzeitig die Effizienz in allen Betriebsbereichen zu verbessern.

Transformation über sämtliche Prozesse

Diese Transformation positioniert Genf als Modell für mittelgrosse europäische Flughäfen, die sich der doppelten Herausforderung von Wachstum und Nachhaltigkeit stellen.

Das neue System umfasst sämtliche Prozesse – von der Verwaltung von Flugbewegungen und Abstellpositionen über die Planung von Check-in-Schaltern, Boarding-Gates und Gepäckbändern bis hin zur Verteilung von Fluginformationen auf Bildschirmen und mobilen Anwendungen.

Passagierzufriedenheit um 70% gesteigert

Auch die Passagiere profitieren von der Self-Service-Gepäckaufgabe, die Ende 2023 erstmals eingeführt und nun mit neuen Funktionen erweitert wurde, um den Check-in schneller und intuitiver zu machen. Da alle Schalter für den Selbstbedienungsprozess zur Verfügung stehen, werden Warteschlangen deutlich reduziert – ein Vorteil, der bereits von Reisenden geschätzt wird und die Zufriedenheit um 70% gesteigert hat. Dieses Upgrade trägt dazu bei, Wartezeiten zu verkürzen und die Zufriedenheit an einem der verkehrsreichsten mittelgrossen Drehkreuze Europas zu verbessern.

«In ganz Europa bereiten sich Flughäfen auf steigende Passagierzahlen vor, während sie zugleich mit der doppelten Herausforderung begrenzter Kapazitäten und wachsender Nachhaltigkeitsanforderungen konfrontiert sind», sagte Sergio Colella, Präsident Europa bei SITA. «Der Flughafen Genf zeigt, wie der intelligente Einsatz von Self-Service und Betriebsdaten ein reibungsloseres Passagiererlebnis ermöglichen kann, während gleichzeitig die Flughafenressourcen optimiert werden. Durch die vollständige Integration seines AOS verfügt Genf nun über Echtzeit-Transparenz und Skalierbarkeit in allen Betriebsbereichen – ein Massstab, dem andere folgen können. Genau diese Art von Innovation braucht die Branche, um mit dem Wachstum Schritt zu halten und gleichzeitig Nachhaltigkeitsziele zu erreichen», erläutert er weiter.

Ressourcenmanagement und Information auf einer Plattform

Hinter den Kulissen vereint das AOS von SITA das Airport Management System, Ressourcenmanagement-Tools und das Informationsanzeigesystem auf einer Plattform. Dadurch erhalten Fluggesellschaften, Bodenabfertiger und Flughafen-Teams eine Echtzeitübersicht über den Betrieb, was eine bessere Planung und schnellere Entscheidungen ermöglicht, um alle Abläufe mit dem Passagierfluss im Terminal zu synchronisieren. Dank seiner Flexibilität kann sich der Flughafen Genf rasch an veränderte Bedingungen anpassen und Passagier-, Gepäck- und Flugzeugabfertigung optimal aufeinander abstimmen, um maximale Effizienz zu erreichen.

«Unsere Investitionen in die Terminalinfrastruktur zielen ebenso sehr auf die heutigen Anforderungen einer digitalen, automatisierten Passagiererfahrung ab wie auf die nachhaltige Aufnahme künftiger Passagierzuwächse», sagte Gilles Ruffenacht, CEO des Flughafens Genf. «Dies ist eine spannende Zeit für den Flughafen Genf, und wir haben mit SITA einen starken Partner an unserer Seite, der uns auf diesem Weg unterstützt», hält der CEO fest.

Grundlage für das umfassende Modernisierungsprogramm

Das Projekt schafft zudem die Grundlage für einen Airport Operations Plan (AOP), der eine noch engere Zusammenarbeit aller Flughafenbeteiligten ermöglichen wird. Es markiert die nächste Phase der mehr als 20-jährigen Zusammenarbeit zwischen SITA und dem Flughafen Genf.

Mit Blick in die Zukunft unterstützt diese Strategie das umfassendere Modernisierungsprogramm des Flughafens Genf, einschließlich des Ersatzes des Hauptterminals im Rahmen des CAP2030-Projekts. Der Flughafen wird sich zu einem Mobilitätsknotenpunkt weiterentwickeln, der künftig mehrere Verkehrsträger integriert.

(Business Traveltip)

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