GNV modernisiert Verbindungen nach Marokko

Zwei neue LNG-betriebene Fähren verkehren zwischen Tanger Med, Barcelona und Genua.
Die GNV Aurora wurde am 1. Juni im Hafen von Tanger getauft ©GNV

Die Reederei GNV investiert weiter in den nordafrikanischen Markt und setzt künftig zwei neue LNG-betriebene Schiffe auf den Verbindungen zwischen Italien, Spanien und Marokko ein. Die GNV Aurora und die GNV Virgo verkehren auf den Routen zwischen Tanger Med, Barcelona und Genua und sollen Mobilität, Tourismus und Handel zwischen Europa und Nordafrika stärken.

Die GNV Aurora wurde Anfang Juni im Hafen von Tanger Ville offiziell präsentiert. Das Schiff ist Teil eines Flottenerneuerungsprogramms im Umfang von 1,3 Milliarden Euro. Dieses sieht ab 2027 die Auslieferung von vier weiteren Schiffsneubauten im Abstand von jeweils sechs Monaten vor.

Die beiden neuen Schiffe werden mit Flüssigerdgas (LNG) betrieben und sind laut Unternehmen auch für den Einsatz von Bio-LNG und synthetischem LNG vorbereitet. Der LNG-Antrieb soll die CO₂-Emissionen pro Transporteinheit im Vergleich zu älteren Fährgenerationen um bis zu 50% senken, so GNV.

Mit dem Ausbau des Angebots bereitet sich GNV auch auf die steigende Nachfrage im Rahmen der ‘Operation Marhaba’ vor. Während der Sommermonate reisen dabei jährlich mehrere Millionen in Europa lebende Marokkanerinnen und Marokkaner zwischen Europa und ihrem Herkunftsland. Gleichzeitig sieht das Unternehmen weiteres Wachstumspotenzial im Tourismus sowie im Warenverkehr über den Hafen Tanger Med.

Nach Angaben von GNV beförderte die Reederei 2025 mehr als 465’000 Passagiere auf ihren Marokko-Routen. Insgesamt zählt das Unternehmen seit dem Markteintritt vor rund 20 Jahren rund sechs Millionen transportierte Passagiere. (TI)