GNV verstärkt Mittelmeerroute mit zwei Neubauten

Die zwei Schiffe kommen auf der Route Genua-Barcelona-Tanger Med zum Einsatz.
Die neue GNV Virgo ©GNV

Die zur MSC-Gruppe gehörende Fährgesellschaft GNV erweitert ihr Angebot im Mittelmeerraum und setzt ab Sommer 2026 zwei neue, mit Flüssigerdgas (LNG) betriebene Schiffe ein. Die GNV Aurora nimmt am 1. Juni den Betrieb auf, die GNV Virgo folgt am 1. Juli. Beide werden auf der stark frequentierten Route zwischen Genua, Barcelona und Tanger Med eingesetzt.

Mit dem Ausbau reagiert GNV auf die hohe Nachfrage auf dieser Verbindung, die insbesondere in den Sommermonaten sowohl im Passagier- als auch im Frachtverkehr eine zentrale Rolle spielt. Dies gilt vor allem im Hinblick auf die jährlich stattfindende ‘Operation Marhaba’, bei der zahlreiche in Europa lebende Marokkanerinnen und Marokkaner in ihre Heimat reisen.

Am 1. Juni findet die Zeremonie zur Namensnennung der GNV Aurora statt © Michela Canale

Die offizielle Namenszeremonie der GNV Aurora findet am 1. Juni im Hafen von Tanger Med statt. Damit unterstreicht das Unternehmen die strategische Bedeutung Marokkos, das seit über 15 Jahren ein zentraler Markt für GNV ist. Entsprechend spielt die Verbindung zwischen Italien, Spanien und Marokko eine Schlüsselrolle im Streckennetz der Reederei.

Neben dem Kapazitätsausbau setzt GNV auch auf modernere und nachhaltigere Technologien. Beide Neubauten werden mit LNG betrieben, wodurch die CO₂-Emissionen pro Transporteinheit laut Reederei im Vergleich zur vorherigen Generation um bis zu 50% reduziert werden können. Zusätzlich verfügen die Schiffe über sogenannte Cold-Ironing-Technologie, die es ermöglicht, während der Liegezeit im Hafen auf landseitigen Strom umzuschalten und lokale Emissionen zu vermeiden.

Die GNV Aurora verfügt über eine Bruttoraumzahl von rund 53’000 Tonnen, ist 218 Meter lang und bietet Platz für über 1700 Passagiere in 426 Kabinen. Zudem stehen bis zu 2780 Lademeter für den Frachttransport zur Verfügung. Die GNV Virgo weist vergleichbare technische Spezifikationen sowie identische Kapazitäten und Servicestandards auf.

Mit dem Einsatz der beiden Neubauten stärkt GNV gezielt seine Präsenz auf einer der wichtigsten Verbindungen zwischen Europa und Marokko und baut seine Position in diesem Markt weiter aus. (TI)