Grosse Pläne am Toten Meer

Gourmetrestaurants und etliche neue Hotels, verbunden durch eine 15 Kilometer lange Promenade: Das Projekt Dead Sea Valley besteht aus ambitionierten Plänen.
Diese Promenade entlang des Toten Meers wurde erst vor ein paar Monaten eröffnet.

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Der Youtube-Werbefilm von Dead Sea Valley ist imposant: Das israelische Projekt zeigt sich im schönsten Licht und hat den Anspruch, «eines der exklusivsten Spa-Destinationen der Welt zu schaffen». Heute stehen in Ein Bokek, am südlichen Becken des Toten Meers, 15 Hotels mit rund 4000 Zimmern zur Auswahl. Mithilfe des israelischen Tourismusministeriums sollen in den nächsten Jahren rund ein halbes Dutzend weitere Hotels entstehen. Mehr noch: Geplant sind Gourmetrestaurants, ein Konferenz und Unterhaltungszentrum, Inselhotels und mehr – alles ökologisch und ohne Autos. «Das ist die Wiedergeburt einer luxuriösen Destination. Wir geben dem Toten Meer neues Leben», heisst es im Film weiter.

Die Sandstrände sind öffentlich

Bereits letztes Jahr wurde eine 15 Kilometer lange Promenade eröffnet, die Nordic-Walker, Jogger und Velofahrer einlädt, dem Naturwunder entlang Sport zu treiben. Am Salzsee vor der Promenade wurde ein einladender künstlicher Sandstrand angelegt. Dieser ist öffentlich, kostenlos und mit Trinkwasser, Sonnenschutz und Lifeguard ausgestattet. Vor wenigen Wochen wurde dann die Dead Sea Mall eröffnet, nächstes Jahr geht das frisch renovierte Solarium wieder auf. Den Investitionen merkt man es an: Ein Bokek soll erheblich aufgewertet werden, und es bildet erst den Anfang.

Hauptattraktion bleibt jedoch das Tote Meer, ein weltweit einmaliges geologisches Phänomen. Wer kennt sie nicht, die Bilder von Schwimmern, die wie Korken auf der Wasseroberfläche zu schweben scheinen. Das Tote Meer liegt gut 400 Meter unter dem Meeresspiegel und ist damit der tiefste Punkt auf der Erdoberfläche. Eigentlich handelt es sich eher um einen See als um ein Meer, da es auf einem Kontinent liegt und nicht mit anderen offenen Gewässern verbunden ist. Der Salzgehalt des Wassers liegt bei 30 Prozent und damit zehnmal höher als im Mittelmeer. Dadurch werden Hautleiden gemildert und die Kessellage verhindert jeden Sonnenbrand, denn die schädlichen UV-Strahlen schaffen es nicht bis zum Boden. Am See gibt es mehr Sauerstoff als auf Meereshöhe und eine aussergewöhnliche Konzentration von Brom, das eine beruhigende und schlaffördernde Wirkung hat. Nach einem Bad fühlt man sich erfrischt und die Haut sieht glatter und jünger aus.

Der Schlamm des Toten Meeres hat eine entzündungshemmende Wirkung.

 

Es lohnt sich also, sich mit dem reichhaltigen Schlamm aus dem Toten Meer schmutzig zu machen. Aber Achtung: Länger als 30 Minuten pro Tag sollte man sich nicht im Wasser aufhalten. Ausserdem sollte darauf geachtet werden, dass man genügend Trinkwasser bei sich hat. Mindestens vier Liter pro Tag sollte der Badende schon zu sich nehmen. Als Souvenirs können übrigens diverse Produkte gekauft werden, unter anderem Totes-Meer-Salz, Totes-Meer- Schlamm und Totes Meer-Peeling, sodass man das Feeling auch noch zu Hause geniessen kann.

«Tel Aviv is a city without
a stop, Dead Sea is a stop without a city.»

Weit mehr als nur das Tote Meer

Ofra Gazit, Pressesprecherin der Tamar-Region, zu der das Tote Meer gehört, erklärt: «Wir haben über zwei Millionen Menschen, die durch unser Gebiet fahren. Es gibt genügend Gründe, hier einen Halt einzulegen und alles zu entdecken.» So kann man sich nicht nur in Heilbädern erholen und im Toten Meer treiben lassen. Auch ein Halt beim Kibbuz Ein Gedi, einer natürlichen Oase an den Hängen der Judäischen Wüste, lohnt sich allemal. Hier kann man durch ein Naturschutzgebiet wandern, wo wilde Tiere wie zum Beispiel der Steinbock plötzlich vor die Fotolinse hüpfen. Idyllische Teiche und Wasserfälle an steilen Felswänden laden zum Marschhalt ein.

Ein Gedi bietet ausserdem Hotelunterkünfte und Heilbäder mit heissen Schwefelteichen. Dort werden auch verschiedene heilende und therapeutische Massagen angeboten. Die Reise setzt man am besten vom Süden zu der Felsenfestung Masada, ein nationales Wahrzeichen mit einer starken historischen Verbindung, fort. Es befindet sich oben auf einem Bergmassiv, das von Abenteuersuchenden erklommen werden kann oder aber auch bequem mit der Seilbahn zu erreichen ist. «Tel Aviv is a city without a stop, Dead Sea is a stop without a city», zieht Gazit das Fazit.


Weiterführende Links

embassies.gov.il/bern

Dieser Artikel entstand in Zusammenarbeit mit dem Israelischen Verkehrsbüro.

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