Härtefallhilfe: Mehr Gesuche in der Romandie

Trotzdem warten auch in der Westschweiz die meisten noch auf Geld.
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Die Härtefallhilfen liegen in der Hand der Kantone – und hier haben die Westschweizer die Nase vorn. Die meisten Kantone der Romandie hatten bereits Ende des vergangenen Jahres, lange vor den meisten in der Deutschschweiz, die genauen Modalitäten dafür festgelegt.

Dahinter stecken die kantonalen Reisebüro-Organisationen, die in der Westschweiz anders als in der Deutschschweiz, weiterhin bestehen. Auf Betreiben des «Clan-der-7», bestehend aus den fünf kantonalen Reisebürogruppen, dem Schweizerischen Reise-Verband (SRV) und der TPA, haben die für die Gewährung von Härtefallhilfen zuständigen kantonalen Wirtschaftsdepartemente die Reisebüros frühzeitig angehört.

Eine Umfrage von TRAVEL INSIDE (français) zeigt indes, dass trotzdem erst wenig Geld geflossen ist. Vier von fünf Reisebüros haben zwar staatliche Härtefall-Unterstützung beantragt, aber nur eines von sieben hat bisher auch Hilfe erhalten.

Das erscheint auf den ersten Blick allerdings immer noch besser als in der Deutschschweiz, wo laut einer TI-Umfrage erst die Hälfte der Reisebüros Hilfe überhaupt beantragt haben. In vielen Kantonen konnten noch nicht einmal die Gesuche eingereicht werden.

Puncto Hilfeleistung stehen die beiden Landesteile allerdings etwa gleich auf: Auch in der Deutschschweiz hat nur jedes siebte Reisebüro sie auch schon erhalten. Mehr als die Hälfte der Westschweizer können laut der Umfrage allerdings noch in diesem Monat mit der Auszahlung der Hilfe rechnen. Bei den Deutschschweizern ist dagegen Geduld angesagt: Zwei von drei Reisebüros warten noch auf eine Rückmeldung des Kantons. (TI)