Hier entsteht der grösste Scanner-Bereich in ganz Europa

Der Flughafen Palma de Mallorca wird im grossen Stil umgebaut – neues Herzstück wird die Personenkontrolle mit 44 Scannern
Der Flughafen von Palma de Mallorca wird im grossen Stil umgebaut. ©aena

Mehr als 250 Millionen Euro steckt die Betreiberin Aena in den momentan im vollen Gang befindlichen, umfassenden Umbau des Airports ‘Son Sant Joan’, besser bekannt als Flughafen von Palma de Mallorca.

Es ist dies der grösste Umbau des Flughafens seit 27 Jahren und nach der Renovierung solle dieser «kaum noch wiederzuerkennen» sein.

Unter anderem soll das oberste Stockwerk des Hauptterminals, wo sich heute der Security-Check befindet, komplett umgebaut und die Zugangswege zu den einzelnen Abflugbereichen deutlich verbreitert werden.

Das neue Highlight kommt dann einen Stock darunter zu liegen: Die Sicherheitskontrolle wird künftig auf dem selben Level wie der Check-in stattfinden. Wer seinen Koffer also eingecheckt hat, kann direkt eine der 44 neuen Security-Kontrollstellen passieren.

Kein anderer Flughafen in Europa verfügt dann über einen grösseren Scanner-Bereich. In Palma wird dieser 220 auf 70 Meter messen.

«Die Tatsache, dass es einen einzigen Kontrollbereich geben wird, verschafft uns mehr Flexibilität, da Verkehrsspitzen effizienter bewältigt werden können», freut sich Flughafenmanager Tomas Melgar gegenüber der «Mallorca Zeitung».

Die neuen Sicherheitsschleusen würden mit der modernsten Technologie ausgestattet sein, was den gesamten Prozess beschleunigen solle. Dank neuen Scannern müssen dann Flüssigkeiten und Computer nicht mehr aus dem Handgepäck herausgenommen werden müssen.

Neu fast ein Viertel mehr Check-In-Schalter

Ebenfalls erhöht wird im  die Zahl der Schalter. Ab November wird Check-in-Bereich von heute 192 auf insgesamt 252 Schalter erweitert, was eine Kapazitätssteigerung von insgesamt 60 Desks zur Gepäckabgabe ergibt.

Nach der Sicherheitsschleuse wird es neu eine grosse Halle mit Shopping und Gastronomie geben, von wo aus sich die Reisenden dann in ihre entsprechenden Abflugmodule A,B, C oder D begeben. Als Vorbild dient dazu das Terminal 1 des Flughafens Barcelona. Auch in den Modulen A und D schreiten die Umbauarbeiten derzeit gut voran. Dort werden neue Passkontrollanagen entstehen und durch Baumassnahmen die Wege deutlich verkürzt.

Kritiker und Umweltschützer monieren

Im vergangenen Jahr hat PMI erstmals die Marke von 30 Millionen Passagieren geknackt, ist damit der drittgrösste Airport in Spanien (nach Barcelona und Madrid) und gehört sogar zu den Top 15 der Europäischen Union, vergleichbar mit Zürich.

Der Airport solle mit den Umbaumassnahmen aber «nicht weiter wachsen, sondern lediglich effizienter gemacht werden», betont Aena gegenüber Kritikern und Umweltschützern, welche bereits diesbezügliche Vorwürfe in den Raum gestellt hatten. (TI)