
Die deutsche Wirtschaftspublikation Handelsblatt erfuhr aus Unternehmens- und Finanzkreisen, dass das Münchner Medienunternehmen Burda den Verkauf von Holidaycheck plant.
Mit der Suche nach einem Käufer wurde die Investmentbank Raymond James beauftragt, wobei sich der Verkauf noch in einem frühen Stadium befinden soll.
Auf Anfrage des Handelsblatt hiess es bei Burda, dass der Vorstand und Verwaltungsrat entschieden hatte, das Equity-Portfolio strategisch neu aufzustellen und bestehende Beteiligungen zu prüfen. Verkäufe seien eine Option, um finanzielle Mittel für neue Investitionen zu schaffen.
Mittel für KI-Zukunft
Bereits im März 2026 hatte Burdas Verwaltungsratspräsident Marc Al-Hames, der von 2020-2023 Vorstandsvorsitzender von Holidaycheck war, in einem Interview angekündigt: «Wir müssen unsere Portfolio für eine KI-Zukunft aufstellen und dafür ab einem gewissen Punkt auch Mittel freisetzen.» Eine ‘Verkaufsliste’ gab es damals nicht.
Wertvoll aber wegen KI unter Druck
Holidaycheck hat den rechtlichen Firmensitz in Bottighofen im Kanton Thurgau. Gemäss Schätzung der FVW setzte das Online-Reisebuchungsportal mit eigenem Reiseveranstalter 2025 ca. 990 Mio. Euro um, etwa 10% mehr als im Vorjahr und beschäftigt rund 350 Mitarbeiter*innen. Monatlich verzeichnet das Portal rund 12 Mio. Nutzer*innen.
Wie alle Online-Reiseportale setzt das rasante aufkommen von KI auch Holidaycheck unter Druck. Alle grossen Reiseportale wie Booking.com, Expedia etc. erhöhen massiv ihre Marketingausgaben um den Sichtbarkeitsverlust wenn KI-Agenten von Google, OpenAI etc. die Reiseberatung, -planung und schlussendlich auch die Reisebuchung übernehmen. (BRA)








