Europas Hotellerie auf Erfolgskurs

Konjunkturelle Erholung sorgt für hohe Auslastung und steigende Zimmererlöse.
Hotel
Foto: zVg

Die europäischen Hotelmärkte befinden sich weiter auf Wachstumskurs und profitieren dabei von der konjunkturellen Erholung in Europa und der regen Reisetätigkeit vor allem von internationalen Touristen. Dies besagen die Resultate einer Studie der Wirtschaftsprüfungs- und Beratungsgesellschaft PwC. Danach werden die Hotels in nahezu allen 19 untersuchten europäischen Städten auch 2016 und 2017 ihre Auslastung erhöhen und ihre Zimmererlöse steigern. Das Wachstum dürfte aber unter den hohen Steigerungsraten von 2015 liegen.

In Rom wird’s 2016 teuer
Die Besucherzahl in Europa stieg 2015 verglichen zum Vorjahr um 29 Millionen auf 609 Millionen. Die durchschnittliche Auslastung der Hotels erhöhte sich innert Jahresfrist um mehr als 2%. Der durchschnittliche Zimmerpreis (ADR) kletterte um 8%, während die durchschnittlichen Erlöse je verfügbarem Zimmer (RevPAR) um mehr als 10% zulegten. Die Studie geht davon aus, dass der RevPAR in Deutschland um 19,2% zulegen wird, gefolgt von Dublin mit 9,1% und Prag mit 6,6%. In Rom werden dieses Jahr anlässlich der Feierlichkeiten zum Heiligen Jahr mehr als 25 Millionen Besucher erwartet, was zu einer überdurchschnittlichen Auslastung und einem erheblichen Anstieg der Zimmerpreise führen wird.

In der Schweiz wurden die beiden Städte Genf und Zürich in der Studie berücksichtigt. Laut dieser wohnten Hotelgäste 2015 am teuersten in Genf mit einem durchschnittlichen Zimmerpreis von EUR 252.50, gefolgt von Paris (EUR 252.10) und Zürich (EUR 218). Gemäss der Studie lag die durchschnittliche Auslastung der Hotels in Genf im letzten Jahr bei 67% und der RevPAR bei CHF 193. Die Werte für Zürich sind 73% und CHF 175. Für 2016 und 2017 geht die Studie für Genf von einer Auslastung von 69%, einem ADR von CHF 270 bzw. 267 und einem RevPAR von CHF 186 aus. Für Zürich wird mit einer Auslastung von 73%, einem ADR von CHF 240 bzw. 241 und einem RevPAR von CHF 176 bzw. 177 gerechnet.

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