
Der Sturm traf am Dienstag, 28. Oktober 2025, als Hurrikan der Kategorie 5 mit Windgeschwindigkeiten von bis zu 295 km/h auf die Karibikinsel Jamaica. Ganze Regionen wurden überflutet, Häuser zerstört und mehr als 530’000 Menschen waren ohne Strom. Die Regierung rief den Katastrophenfall aus, zahlreiche Strassen sind unpassierbar, Spitäler und Flughäfen wurden beschädigt.
In der Nacht auf Mittwoch, 29. Oktober, erreichte Melissa den Südosten Kubas nahe der Stadt Chivirico. Nach Angaben des kubanischen Präsidenten Miguel Díaz-Canel wurden dort mehr als 700’000 Menschen evakuiert.
Besonders betroffen sind die Provinzen Granma, Santiago de Cuba, Guantánamo, Holguín und Las Tunas. Es drohen schwere Überschwemmungen, Erdrutsche und Sturmfluten.
Im weiteren Verlauf soll Melissa Richtung Norden ziehen und am Mittwochnachmittag voraussichtlich die Bahamas erreichen. Für mehrere Inseln gilt eine Hurrikan Warnung, teils wurden Evakuierungen angeordnet.
Melissa zählt laut Meteorologen zu den stärksten jemals gemessenen Wirbelstürmen in der Karibik. Fachleute führen die ungewöhnlich rasche Verstärkung auf aussergewöhnlich warme Meerestemperaturen zurück, ein Phänomen, das mit dem Klimawandel in Verbindung gebracht wird.
Für den Tourismus in der Region bedeutet der Sturm einen herben Rückschlag: Zahlreiche Hotels, Flughäfen und Strände sind betroffen. Reiseveranstalter und Airlines raten derzeit von Reisen in die betroffenen Gebiete ab und bieten Umbuchungen an. (TI)








