Internationaler Führerschein: Mythos oder Pflicht?

Sunny Cars will ein für allemal Licht ins Dunkel bringen, wann der Internationale Führerschein notwendig ist.
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Kaum ein Reisedokument wirft so viele Fragezeichen auf wie der Internationale Führerschein.

Die einen halten ihn für komplett überflüssig, die anderen beantragen ihn vorsichtshalber schon für den Wochenendtrip, beobachtet der Mietwagen-Anbieter Sunny Cars. Die Wahrheit liegt irgendwo dazwischen. Denn der nationale Führerschein reicht in einigen Ländern allein nicht aus. Das kleine Zusatzdokument gewinnt deshalb je nach Reiseziel schnell an Bedeutung.

Ein ergänzendes Dokument

Weit verbreitet hält sich die Annahme, der Internationale Führerschein sei eine Art ‘Welt-Führerschein’, mit dem sich überall problemlos fahren lässt. Das trifft jedoch so nicht zu, wie Sunny Cars betont.

Der Internationale Führerschein ist kein eigenständiges Dokument, sondern eine Ergänzung und Übersetzung des nationalen Führerscheins. Er gilt daher ausschliesslich in Verbindung mit dem ursprünglichen Führerschein. Fahrerinnen und Fahrer müssen daher stets beide Dokumente mit sich führen.

Bedeutung des Internationalen Führerscheins

In vielen Ländern ausserhalb der EU erleichtert der Internationale Führerschein Behörden und Polizei die Einordnung der Fahrerlaubnis. Er macht auf einen Blick verständlich, welche Fahrerlaubnisklasse vorliegt.

Daher gilt: Wer im eigenen Land einem Fahrverbot unterliegt, darf auch im Ausland kein Auto führen, da der Internationale Führerschein ohne den nationalen ungültig ist.

Unterschiedliche Länderregelungen

In den meisten Europäischen Ländern ist für Reisen kein Internationaler Führerschein nötig. Allerdings empfehlen oder gar verlangen weltweit verschiedene Länder einen Internationalen Führerschein. Sunny Cars empfiehlt: Vor allem bei Fernreisen lohnt sich vorab eine Prüfung der jeweiligen Vorgaben zum Internationalen Führerschein.

Doch auch innerhalb Europas spielt das Dokument in manchen Ländern eine Rolle. Wer eine Auslandsreise mit Mietwagenbuchung plant, setzt am besten den Check zur Notwendigkeit des Internationalen Führerscheins mit auf die Liste.

Der Weg zum Internationalen Führerschein

Die Beantragung erfordert in der Regel keinen grossen Aufwand. Wer einen Schweizer Führerschein besitzt, kann den Internationalen Führerschein beim kantonalen Strassenverkehrsamt beantragen. Meist liegen die Kosten zwischen 20 und 60 Franken.

Danach ist der internationale Führerschein in der Regel drei Jahre lang gültig – ausser, falls der eigentliche Führerschein davor ablaufen sollte. In diesem Fall wird der Internationale Führerschein zum gleichen Zeitpunkt ungültig.

Empfehlungen vor Ort

Vor der Abreise lohnt sich ein Blick auf die vor Ort geltenden Regelungen. Manche Länder akzeptieren nur eine einjährige Gültigkeit des Internationalen Führerscheins. Zudem erkennen manche Länder den internationalen Führerschein nur für eine begrenzte Zeit nach der Einreise an, zum Beispiel während der Gültigkeit des Touristenvisums – bei langfristigeren Aufenthalten verliert das Dokument im Land oft an Gültigkeit.

Während der Reise gehört der Internationale Führerschein am besten griffbereit ins Gepäck, empfiehlt Sunny Cars, damit Kontrollen reibungslos ablaufen. Geht der Schein verloren oder kommt er durch Diebstahl abhanden, lässt sich die Fahrt in Ländern mit entsprechender Mitführpflicht nicht automatisch fortsetzen. Dort gehen Behörden im Zweifel davon aus, dass das Dokument gar nicht vorlag. In diesem Fall empfiehlt sich umgehend eine Diebstahl- oder Verlustanzeige bei der Polizei. (TI)