
Zwischen Juni und August 2025 entdeckte das Global Research and Analysis Team (GReAT) von Kaspersky eine neue Welle von Cyberangriffen einer Bedrohungsgruppe namens ‘RevengeHotels’, die es auf Hotels abgesehen hat, um an die Zahlungsdaten der Gäste zu gelangen.
KI generierter Code
Die Gruppe ist seit 2015 aktiv und hat seitdem ihre Methoden verbessert. Der Angreifer nutzt nun künstliche Intelligenz (KI), um seine Angriffe effektiver zu gestalten und weitere Regionen zu erreichen. Analysen zeigen, dass viele der neuen Schadprogramme, die bei diesen Angriffen zum Einsatz kommen, Code enthalten, der wahrscheinlich mit KI generiert wurde, wodurch sie ausgefeilter und schwerer zu erkennen sind.
Bislang waren Hotels in Brasilien das Hauptziel solcher Cyberangriffe, doch auch aus anderen Ländern weltweit wurden ähnliche Vorfälle gemeldet. Angesichts der Tatsache, dass Länder in Afrika, darunter Südafrika und Kenia, beliebte Reiseziele sind und Nigeria ein beliebtes Ziel für Geschäftsreisen ist, muss man sich bewusst sein, dass kein Land und kein Hotel vor solchen Angriffen gefeit ist.
So funktionieren die Attacken
Der Angreifer sendet Phishing-E-Mails direkt an Hotelmitarbeiter, oft getarnt als Reservierungsanfragen oder Bewerbungen. Sobald ein Hotelmitarbeiter auf diese E-Mails reagiert, wird eine Malware namens VenomRAT auf den Systemen des Hotels installiert, die Angreifern Zugriff auf die Zahlungsdaten und andere sensible Informationen der Gäste verschafft. Die E-Mails sehen oft überzeugend aus und stammen von seriös wirkenden Websites.
«Cyberkriminelle nutzen zunehmend KI, um neue Tools zu entwickeln und ihre Angriffe effektiver zu gestalten. Das bedeutet, dass selbst bekannte Betrugsmaschen wie Phishing-E-Mails für normale Nutzer immer schwieriger zu erkennen sind. Für Hotelgäste bedeutet dies ein höheres Risiko für den Diebstahl von Kreditkarten- und persönlichen Daten, selbst wenn sie bekannten Hotels vertrauen», kommentiert Lisandro Ubiedo, Experte im Global Research and Analysis Team von Kaspersky.
Sicherheits-Empfehlungen von Kaspersky
- Auch wenn eine E-Mail freundlich wirkt, sollten Sie Links und Anhänge mit Vorsicht behandeln. Um Ihr Unternehmen zu schützen, nutzen Sie Lösungen aus der Produktreihe Kaspersky Next (https://apo-opa.co/4pCbVny), die Echtzeitschutz, Bedrohungstransparenz sowie Untersuchungs- und Reaktionsfunktionen von EDR und XDR für Unternehmen jeder Größe und Branche bieten.
- Cyberkriminelle versenden häufig gefälschte E-Mails, die E-Mail-Benachrichtigungen von Online-Shops oder Banken imitieren, um Benutzer dazu zu verleiten, auf einen bösartigen Link zu klicken und Malware zu verbreiten. Wenn Angreifer speziell auf Ihr Unternehmen abzielen, kann der E-Mail-Text individueller gestaltet sein und Dienste oder Szenarien imitieren, die Ihrem Unternehmen vertraut sind. Optimieren Sie daher Ihre Anti-Spam-Einstellungen und öffnen Sie niemals Anhänge von unbekannten Absendern.
- Öffnen Sie keine unerwarteten Dateien, die Ihnen massenhaft zugesandt werden. Es könnte sich um Ransomware oder sogar Spyware handeln, selbst wenn die Anhänge aus offiziell aussehenden E-Mails stammen.
(Business TravelTip)








