Kenia im Tourismus-Hoch

Das Land in Ostafrika verzeichnete im 2024 einen Besucherzuwachs von mehr als 14 % und setzt verstärkt auf Abenteuerreisen in noch unbekannte Regionen.
Massai in der Savanne ©Getty Images/Jo Crebbin

Wie das Kenya Tourism Board vermeldet, besuchten 2,4 Millionen Gäste im Jahr 2024 das ostafrikanische Land, was einem Plus von 14,6% im Vorjahresvergleich entspricht. Gleichzeitig stiegen die Einnahmen aus dem Tourismus um rund 20%.

Europa als wichtigster internationaler Quellmarkt

Zum Vergleich: Die Nachfrage nach Afrikareisen wuchs im gleichen Zeitraum um 7% auf 74
Mio. Besucher. Nach den innerafrikanischen Reisen war Europa mit gut 680’000 Ankünften Kenias wichtigster internationaler Quellmarkt.

Rund 30% aller Ankünfte kamen aus Europa, allen voran aus Grossbritannien, Deutschland, Italien und Frankreich. Mit einem Zuwachs von rund 28% trug Europa zudem überdurchschnittlich stark zum Gesamtwachstum des Landes bei. Im aktuellen Jahr plant  das Kenya Tourism Board (KTB) die Drei-Millionen-Marke bei den internationalen Besuchern zu knacken.

Abenteuerreisen in unbekannte Regionen 

Um dieses Ziel zu erreichen, setzt das Kenya Tourism Board auf die Positionierung Kenias als Ganzjahresziel für vielseitige Erlebnisse. So sollen neben Badestränden, Masai Mara, Tsavo- und Amboseli Nationalpark unbekanntere Naturschauplätze in den Vordergrund rücken und unter anderem das Segment der Abenteuerreisen ausgebaut werden.

Zu diesem Zweck wurde der National Adventure Product Club ins Leben gerufen. Er soll Schlüsselakteure zusammenbringen und neue, nachhaltige Abenteuer-Programme schaffen, die in ihrer Umsetzung ein aktives Zusammenwirken mit lokalen Gemeinschaften anstreben.

Erste Programme wurden bereits lanciert im Bereich Geländelauf, Trekking, Wüstentouren, Radreisen durch die Savanne, Rad-Bergtouren am Mount Kenya, Tauchen, Sportfischen und Skydiving. Weitere Angebote sind gemäss dem Kenya Tourism Board aktuell in Planung.

(TI)