Kuba geht der Treibstoff aus

Flüge fallen aus, und Fluggesellschaften organisieren Notlösungen.
Havana ©Unsplash, Polina uzovkova

Kuba leidet unter Treibstoffknappheit, und die Auswirkungen auf den Flugverkehr sind massiv.

Da Tankmöglichkeiten auf der Insel nicht mehr garantiert sind, müssen Airlines zu Notlösungen greifen. Iberia bietet Umbuchungen und Rückerstattungen an, Air Europa will in der Dominikanischen Republik zum Auftanken zwischenlanden. Air Canada hat alle regulären Flugverbindungen nach Kuba gestrichen.

Air Canada will Kundschaft zurückholen

Die kanadische Airline entschied die Einstellung der Linienflüge nach entsprechenden behördlichen Hinweisen (NOTAMs), die auf eine unzuverlässige Versorgung mit Flugtreibstoff an kubanischen Flughäfen aufmerksam machten. Es sind Leerflüge geplant, um die rund 3000 bereits vor Ort befindlichen Kundinnen und Kunden nach Kanada zurückzubringen.

Die Airline will die Situation weiter beobachten und zu einem späteren Zeitpunkt über eine Wiederaufnahme des regulären Kuba-Flugbetriebs entscheiden. Die saisonalen Verbindungen nach Holguín und Santa Clara sind für den Rest der Saison gestrichen. Die Flüge nach Varadero und Cayo Coco sind grundsätzlich ganzjährig geplant, derzeit jedoch ausgesetzt. Eine vorläufige Wiederaufnahme – vorbehaltlich einer Neubewertung der Lage – ist für den 1. Mai vorgesehen.

Kundinnen und Kunden mit geplanten, nun gestrichenen Abflügen nach Kuba erhalten automatisch eine vollständige Rückerstattung in der ursprünglichen Zahlungsform.

Treibstoffknappheit

Die Treibstoffknappheit ist unter anderem darauf zurückzuführen, dass Venezuela und Mexiko, Kubas Öllieferanten, wegen Trump nicht mehr liefern. Der stellvertretende Premierminister Óscar Pérez-Oliva sagt allerdings auch, die Energiekrise sei auf «innere Defizite» zurückzuführen, wie ihn die deutsche Tagesschau zitiert. (TI)