Leichter Trend zu nachhaltigem Reisen

Im Reisebüro kompensieren 28 Prozent das CO2 — online nur 1 Prozent.
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Auch die Klimadebatte ist laut Hotelplan Suisse spürbar: «Aktuelle Zahlen zeigen deutlich, dass die Kundschaft von Hotelplan Suisse klimabewusster wird. Insgesamt wurde im Geschäftsjahr 2018/19 bei 28 % der Buchungen in den Filialen der Flug via myclimate kompensiert. Im Vorjahr waren es noch 25 %. Dieser Trend wird anhalten», erklärte Daniel Bühlmann überzeugt. Bei den Online-Buchungen allerdings liegt die Quote der Kompensationen bei nur 1%, bedauerte Nicole Pfammatter. Um dem klimabewussten Reisen gerechter zu werden, nimmt Hotelplan Suisse verschiedene neue Produkte ins Portfolio. So hat die Marke Hotelplan zum Beispiel den Katalog «Bahn frei für schöne Ferien» lanciert mit 80 Reisen ausschliesslich mit dem Zug. Nach dem Flyer mit Bahnreisen vom letzten Jahr mit sechs Seiten umfasst das Angebot nun 24 Seiten. «Es ist aber nicht so, dass uns die Leute jetzt die Bude einrennen und alle mit dem Zug in die Ferien wollen», räumte Nicole Pfammatter ein. Die Bahnreisen werden die Flugreisen nicht überholen. Für eine Familie sei es immer noch ausgesprochen kompliziert und auch nicht komfortabel, mit dem Zug ans Mittelmeer, zum Beispiel nach Rimini, zu fahren. Die von Nicole Pfammatter schon im Sommer auf den Wunschzettel geschriebene Direktverbindung in den italienischen Badeort ist allerdings nicht im Katalog zu finden. Wachstum gibt es bei den direkten Zügen, am stärksten bei jenen nach Paris. Weiter plant Hotelplan Suisse mit der Marke Travelhouse sogenannte E-Mobility-Reisen (siehe Haupttext) auf den Markt zu bringen – so zum Beispiel eine Reise mit dem Elektroauto durch Italien. «Bei diesen Reisen soll das Erlebnis und der Genuss im Vordergrund stehen. Wir möchten unseren Kunden aufzeigen, dass man auch auf nachhaltige Art und Weise die Welt entdecken kann», so Bühlmann. (CM)