
Die Malediven weiten ihre Tourismussteuer auf ausländische Anbieter aus, wie der Schweizer Reise-Verband seine Mitglieder informiert.
Ab 1. Oktober 2026 gilt die Tourism Goods and Services Tax (TGST) von 17% auch für bestimmte touristische Leistungen, die von ausländischen Reiseunternehmen für die Malediven verkauft werden. Betroffen sind insbesondere ausländische Reiseveranstalter, Reisebüros sowie Anbieter von Buchungs- und Vermittlungsleistungen, die entsprechende touristische Produkte für die Malediven verkaufen, auch wenn sie dort über keine Niederlassung verfügen.
Die Maldives Inland Revenue Authority (MIRA) hat weitere Informationen zur praktischen Umsetzung veröffentlicht. Dazu gehören ein Rundschreiben zur Registrierung von Anbietern von Inbound-Tourismusprodukten sowie damit verbundenen Buchungs- und Vermittlungsleistungen und ein Leitfaden, der die grundlegende steuerliche Behandlung dieser Leistungen sowie die Pflichten der betroffenen Anbieter erläutert.
Die geplante Ausweitung der Steuerpflicht sorgt in der Reisebranche für Diskussionen. ECTAA, der europäische Dachverband der Reisebüro- und Reiseveranstalterverbände, äusserte vergangene Woche gegenüber der Regierung der Malediven Bedenken hinsichtlich der Umsetzung der neuen TGST-Bestimmungen für ausländische Tourismusunternehmen. Auch der SRV hat die maledivische Regierung auf mögliche Schwierigkeiten bei der praktischen Umsetzung für ausländische Reiseunternehmen hingewiesen und begleitet die Einführung weiterhin. (TI)








