Massenentlassung bei Hotelplan Suisse per E-Mail

Das Vorgehen gilt als problematisch.
Illustration, màd

Die von Hotelplan angekündigten Entlassungen in der Schweiz haben inzwischen stattgefunden – und zwar per E-Mail. «Es tut mir leid, Dich für die nun beginnende Reorganisation nicht mit dabeihaben zu können», schrieb Tim Bachmann, CEO Hotelplan Suisse, den Entlassenen, die sogleich freigestellt wurden.

«Dass etwas passieren würde, wussten wir und ist nachvollziehbar. Aber die Art der Entlassung ist absolut unwürdig», zitiert die «Sonntags-Zeitung» eine Person, die über 15 Jahren im Unternehmen arbeitete. Entlassungen per E-Mail statt mit einem persönlichen Gespräch mit dem oder der Vorgesetzten gelten generell als problematisch.

«Die Konsternation ist verständlich, aber es war der einzig machbare Weg, weil die Mitarbeitenden im Homeoffice in Kurzarbeit waren», verteidigt Hotelplan-Sprecherin Bianca Gähweiler das Vorgehen. Und: «Den Betroffenen sollte zum frühestmöglichen Zeitpunkt Freiraum zum Start ihrer Stellensuche geschaffen werden, deshalb wurden sie per sofort freigestellt.» (TI)