Mauritius: Ein Traumziel für Aktivferien

Die Mauritius Tourism Promotion Authority lud auf die Insel. TRAVEL INSIDE war dabei.
Am Eröffnungsabend im Aventure du Sucre mit dem Direktor der MTPA, Benoit Harter (Mitte) und der Museumsführerin links neben ihm, von links: Sarah Kahl, Cansu Sengul, Nina Bumann, Sabrina Hatt, Nick Johnson. ©TRAVEL INSIDE

Zu Beginn des mauritischen Winters lud die Mauritius Tourism Promotion Authority (MTPA) letzte Woche 87 Reisefachleute und Journalisten aus der ganzen Welt zum Mega Fam Trip auf die Insel.

Mit dem zweitletzten Direktflug von Edelweiss flogen fünf Reisefachleute aus der Schweiz am 23. Mai nach Mauritius, mit der letzten Edelweiss-Verbindung vor der schweizerischen Sommer- bzw. mauritischen Winterpause reisten sie am 31. Mai zurück.

Die Nebensaison auf Mauritius hatte eigentlich schon begonnen. Doch die Hotels waren noch so gut belegt, dass die kleine Gruppe kurzfristig nicht nur zweimal, sondern dreimal die Unterkunft wechseln musste: Der arabische Eid hatte der tropischen Insel trotz reduzierter Flugverbindungen aus den Golfstaaten Ende Mai nochmals eine Hochsaison beschert.

Aus der Schweiz mit von der Partie waren:

  • Nina Bumann, Specialist Indian Ocean, Globetrotter
  • Sabrina Hatt, Product Manager, Départ Voyages
  • Sarah Kahl, Senior Travel Advisor, ITS Coop
  • Nick Johnson, Travel Technology/Product Manager, Stohler Tours
  • Cansu Sengul, Specialist Indian Ocean, Let’s go Tours

Anders als beim letzten Mega Fam Trip der MTPA im Jahr 2021 reiste die Gruppe nicht mit den Teilnehmenden aus Deutschland und Österreich zusammen, sondern war immer allein in einem komfortablen Minibus unterwegs.

Zuckertrip, Kayak und Hafenstadt

Eröffnet wurde der Mega Fam Trip mit einem Get-together von allen Teilnehmenden im Zuckermuseum ‘Aventure du Sucre’ in der ehemaligen Zuckerfabrik von Bon Plan im Norden der Insel. Benoit Harter, seit Januar 2026 Direktor der MTPA, begrüsste die Gäste aus aller Welt. Darauf folgte ein Buffet-Dinner mit Livemusik.

Das Besichtigungsprogramm für die Schweizer Delegation bestand mehrheitlich aus sportlichen Aktivitäten. Zwei Kajaktouren an zwei verschiedenen Ecken der Insel erwarteten sie sowie eine dreistündige Rundfahrt auf Elektrobikes. Dazu kamen ein Ausflug nach Chamarel mit dem Besuch des Curious Corners, einer Art lllusionsmuseum, und den siebenfarbigen Sanddünen sowie eine Besichtigungstour in der Hauptstadt Port Louis.

Der einzige Haken daran: Die Touren waren nicht mit den Standorten der jeweiligen Hotels abgestimmt – die Gruppe überquerte fast immer die ganze Insel, um von der Unterkunft ans Ausflugsziel zu gelangen. Logierte sie im Südwesten, so fuhr sie zum Kajaken an die Nordostküste. Vom Hotel an der Ostküste aus reisten die Schweizer TOs ebenfalls zum Kajaken an die Westküste. Drei Stunden und mehr verbrachte man daher täglich im Minibus. Trotzdem blieb die Stimmung immer gut. Der Driver-Guide hielt die Gäste mit vielen interessanten Informationen über die Insel bei Laune und liess sie manchmal auch einfach dösen.

Die Kajaktour im Norden der Insel führte von der Bootsrampe Rosnay in Goodlands in die Mangrovenlandschaft der Ile d’Ambre, wo man im seichten Wasser auch schnorcheln kann. Sie wird von Yemaya Adventures angeboten und macht auch dank den guten Guides und qualitativ hervorragenden, komfortablen Kajaks so richtig Spass.

Networking von Australien bis in die Schweiz

Nach der Besichtigung der siebenfarbigen Erde von Chamarel tags darauf traf die Gruppe beim Mittagessen im Restaurant Chamarel erstmals wieder auf andere Gäste des Mega Fam Trips. In Port Louis dann wurden am Mittwoch kulinarische Rundgänge durch die Stadt mit je fast 30 Teilnehmenden durchgeführt – auf den belebten Strassen und schmalen Gehsteigen ein schwieriges Unternehmen.

Am Donnerstag fand im Intercontinental Hotel eine ganztägige Networking-Session für die Reisefachleute statt. Jedem TO wurde ein Tisch zugewiesen und da von verschiedensten Anbietern besucht. Hier war der Mix der Teilnehmenden augenfällig. Über 20 Tische besetzte die mit Abstand grösste Delegation aus Indien. Mit dabei waren aber auch ein TO aus Süd-Korea und eine Australierin.

Dinesh Burrenchobay, der Chairman der MTPA, richtete zu Beginn ein paar Grussworte an die Anwesenden. Danach hielt er eine Pressekonferenz für die 13 mitreisenden Medienvertreter ab. Er erklärte zunächst, dass Mauritius nach der Pandemie viel länger als andere Länder gebraucht habe, um bei den touristischen Ankünften auf das Vor-Covid-Niveau zu kommen, nämlich fünf Jahre. 2025 zählte das Land 1,43 Millionen Touristen – ein Rekord. 2026 sollten es 1,5 Millionen sein und der Premierminister wolle, dass es in den nächsten zwei Jahren 2 Millionen werden, fügte der Chairman an.

Um den Rückgang der Einreisen aus der Golfregion wegen des Irankriegs zu kompensieren, legt die MTPA den Fokus zurzeit auf die Kurzstreckenländer, also La Réunion und Südafrika. Die Flugfrequenzen sollen erhöht werden und die Gäste aus La Réunion können für ein weiteres Jahr ohne Pass, nur mit einer Identitätskarte einreisen.

Laurent Recoura, der CCO von Air Mauritius, erläuterte anschliessend die Pläne der Airline. Die Verbindungen nach Südafrika sollen aufgestockt werden, aber auch diejenigen nach Europa. Er ist überzeugt, dass die Leute auch künftig nicht mehr in den Emiraten umsteigen möchten und Direktverbindungen bevorzugen werden.

Den Abschluss des Networking-Tages bildete ein Gala-Abend im prächtigen Park von Les Palétuviers, zu dem auch Anaïs Weber von Stohler Tours stiess: Die Schweizer Produktmanagerin lebt auf Mauritius und leitet ein Team von drei Personen.

Die ‘Best Of’ der mauritischen Hotels

Am nächsten Tag reisten mehrere Delegationen dann wieder nach Hause. Auf die Schweizer Gäste aber warteten zwei weitere, aktive Tage. Vor allem die E-Bike-Tour an der Ostküste überraschte positiv.

 

Der überaus versierte Guide Laurent von DunienZil (Nou Zil) führt die Gruppe zum Angewöhnen an das Gefährt zuerst in die Gassen eines kleinen Dorfs, wo es nicht darauf ankommt, auf welcher Strassenseite man fährt.

Erst dann ging es in den Links-Verkehr auf der grossen Hauptstrasse nach Ferney und Vieux Grand Port, der einstigen Hauptstadt. Dort gibt es die Überreste der ersten Siedlung auf der Insel zu besichtigen, welche die Holländer im 17. Jahrhundert errichtet hatten. An der Stelle, an der die Holländer erstmals anlegten, steht ein Denkmal.

Für die zweite Kajaktour an der Tamarind-Bucht im Westen der Insel bestieg die Gruppe schon um 5 Uhr morgens den Bus, um bei Sonnenaufgang mit dem Kajak aufs Meer hinauszufahren. Die Delphine, die sich um diese Zeit jeweils vor der Küste tummeln, liessen sich allerdings nicht blicken.

In Flic en Flac hatte die Gruppe im Villenhotel Maradiva logiert. Danach ging es ins Shanti Maurice in edle Juniorsuiten, von da ins Constance Le Chaland und am letzten Tag checkte man im C Mauritius ein, einem All-inclusive-Hotel. Da genoss die Gruppe noch ein paar Stunden Strandleben, bevor es für den Nachtflug nach Hause zum Flughafen ging.

Und was hat die Reiseexperten aus der Schweiz am meisten überrascht an Mauritius? «Die unterschiedlichen Arten von Luxus», meint Nina Bumann. Was hat am meisten gefallen? «La joie de vivre des Mauriciens garantit des vacances dans la bonne humeur», meint Nick Johnson. Sabrina Hatt, die schon im September wieder nach Mauritius reist, sagt: «Was ich an Mauritius so liebe, ist diese Kombination aus der Ruhe der Lagune und der Energie des farbenfrohen Landesinneren mit seiner üppigen Vegetation! Vor allem aber das Lächeln und die Freundlichkeit der Menschen!»

Gabrielle Attinger, Mauritius