
Ratehawk hat die wichtigsten Reisetrend-Hebel anhand der Buchungszahlen analysiert.
Im Juni lag die Anzahl der Suchanfragen von Fachleuten aus der Reisebranche nach kühleren Destinationen auf Ratehawk um 8% höher als im gleichen Zeitraum des Vorjahres. Die B2B-Plattform schlussfolgert daraus, dass die Reisetrends dieses Sommers massgeblich von der steigenden Beliebtheit von ‘Coolcation’-Destinationen beeinflusst werden – eine unmittelbare Reaktion auf Hitzewellen in ganz Europa. Aber auch globale Sportwettbewerbe wie die WM seien prägend, wodurch die Buchungen für Fernreiseziele in Amerika ankurbelt werden.
Obwohl die aktuelle Sommersaison von Faktoren wie anhaltenden Unsicherheiten im Nahen Osten und dem kürzlich eingeführten EU-Grenzsystem beeinflusst wird, bleibt die Nachfrage nach Sommerreisen stark. Weltweit stiegen die Buchungen laut Ratehawk-Daten um 20%.
Die beliebtesten Destinationen
Die beliebtesten europäischen Destinationen unter Fachleuten aus der Reisebranche sind Italien, Griechenland, Spanien, Frankreich, das Vereinigte Königreich, Deutschland und Portugal. Island liegt knapp ausserhalb der globalen Top-10-Destinationen, verzeichnete ein bemerkenswertes Wachstum von bis zu 47% im Vergleich zum letzten Sommer. Der Anstieg der Beliebtheit spiegelt auch den wachsenden ‘Coolcation’-Trend wider, bei dem immer mehr Reisende kühlere Destinationen für ihre Sommerferien wählen.
Die FIFA-Weltmeisterschaft zog Besuchende aus der ganzen Welt in die Vereinigten Staaten und Kanada. Kanada entwickelt sich dabei zur am schnellsten wachsenden Destination nach dem rekordverdächtigen Sommer des letzten Jahres.
In Asien bleibt Japan eine der zehn wichtigsten globalen Destinationen. Das Interesse an Indonesien wächst weiter, während sich die Nachfrage nach Reisen nach China verdoppelt hat.
Astrid Kastberg, Geschäftsführerin bei Ratehawk, sagt: «Trotz einer Reihe von Herausforderungen in dieser Saison, darunter die Einführung des neuen EU-Grenzsystems, die anhaltende Kerosin-Krise und der Konflikt im Nahen Osten, bleibt die Nachfrage nach Sommerreisen stark.»
Vietnam ist günstig, die Schweiz ist teuer
Im Allgemeinen liegt die durchschnittliche Tagesrate für Unterkünfte bei Buchungen über Experten aus der Reisebranche bei 259 US-Dollar, was einem Wachstum von 9% im Vergleich zum Vorjahr entspricht, bei einer typischen Aufenthaltsdauer von vier Nächten.
Die budgetfreundlichsten Destinationen dieses Sommers liegen in Asien, wobei Vietnam und Malaysia eine durchschnittliche Tagesrate von 142 US-Dollar bieten. Ebenso können Reisende ein gutes Preis-Leistungs-Verhältnis in lateinamerikanischen Ländern wie Chile, Peru und Kolumbien finden, wo die durchschnittliche Tagesrate 122 US-Dollar beträgt und der typische Aufenthalt vier Nächte dauert.
Im Gegensatz dazu werden die höchsten Tagesraten in der Schweiz, Island und Tansania verzeichnet. Reisende zahlen in diesen Destinationen durchschnittlich 381 US-Dollar pro Nacht, wobei der durchschnittliche Aufenthalt drei Nächte in der Schweiz und Island sowie fünf Nächte in Tansania beträgt. (TI)








