
In Mexiko eskaliert die Sicherheitslage nach einem Militäreinsatz vom 22. Februar 2026 im Bundesstaat Jalisco, bei dem der Anführer des Drogenkartells Jalisco Nueva Generación (CJNG), Nemesio Oseguera Cervantes, getötet wurde.
Der 59-Jährige, besser bekannt unter seinem Alias ‘El Mencho’, erlag laut Verteidigungsministerium seinen Verletzungen. Bei der Operation kamen sieben Kartellmitglieder ums Leben, drei Soldaten wurden verletzt.
In der Folge kam es in verschiedenen Landesteilen zu Unruhen, Strassensperren und Brandstiftungen. Medien berichten von in Brand gesetzten Fahrzeugen, Banken, Tankstellen und Geschäften. Besonders betroffen ist der Bundesstaat Jalisco, aber auch aus anderen Regionen werden gewaltsame Zwischenfälle gemeldet.
Warnungen auch für touristische Zentren
Die US-Botschaft warnte explizit vor Gewalttaten in den bei internationalen Gästen beliebten Ferienorten Cancún, Cozumel und Tulum. Auch die deutsche Botschaft in Mexiko informierte über die Plattform X, dass es «in verschiedenen Landesteilen zu Unruhen, Strassensperren und Brandstiftungen» komme.
Das Deutsche Auswärtige Amt empfiehlt, die Entwicklung der Lage aufmerksam in den Medien zu verfolgen und öffentliche Bekanntmachungen zu beachten. Reisenden wird geraten, sich an sicheren Orten wie Hotels aufzuhalten und auf nicht unbedingt erforderliche Fahrten zu verzichten.
Menschenansammlungen sowie Orte von Polizeieinsätzen sollen gemieden werden. In Notfällen ist die landesweite Notrufnummer 911 zu wählen. Bei Strassensperren solle nicht versucht werden, sich zu widersetzen oder zu flüchten.
Bereits wenige Tage zuvor hatte das Deutsche Auswärtige Amt von Reisen in bestimmte Regionen Mexikos dringend abgeraten.
Schweiz reagiert
Das Schweizer EDA hat den Reisehinweis für Mexiko ebenfalls aktualisiert:
«Meiden Sie Massenveranstaltungen und Kundgebungen jeder Art und befolgen Sie die Anweisungen der lokalen Behörden (z. B. Ausgangssperren). Informieren Sie sich vor und während der Reise in den Medien, bei Ihrem Reiseveranstalter oder bei den lokalen Behörden über die Lage.»
Flugverkehr teilweise beeinträchtigt
Die angespannte Sicherheitslage wirkt sich auch auf den Luftverkehr aus. Mehrere Fluggesellschaften haben Verbindungen gestrichen oder umgeleitet, insbesondere nach Puerto Vallarta an der Pazifikküste. Auch in Guadalajara kam es zu gewaltsamen Zwischenfällen. Guadalajara ist einer der mexikanischen Austragungsorte der Fussball-Weltmeisterschaft 2026, die Mexiko gemeinsam mit den USA und Kanada ausrichten wird. (TI)








