
Wie die Nidwaldner Zeitung berichtet meldete die Port-Air AG am 6. Juli 2026 Konkurs an. Die vorläufige Konkursanzeige ist im Schweizer Handelsamtsblatt (SHAB) publiziert.
Nach 49 Jahren Geschäftstätigkeit ist dies nun das Aus für das Unternehmen, welches ursprünglich den Zweck (gem. HR, Kanton Nidwalden) hatte gewerbsmässig Lufttransporte im In- und Ausland auszuführen sowie Piloten für Flächenflugzeuge und Helikopter auszubilden.
In einer E-Mail an seine Kundschaft, die der Nidwaldner Zeitung vorliegt, gibt Geschäftsinhaber Daniel Roduner bekannt, dass die Port-Air AG ihren Geschäftsbetrieb am 6. Juli eingestellt hat.
Die Krisen waren zu gross
Nach bis 2019 erfolgreicher Geschäftstätigkeit belasteten die wirtschaftlichen Auswirkungen der Pandemie die Finanzen des Reisebüros nachhaltig. Der FTI-Konkurs, der Iran-Konflikt sowie ausstehende Kundenzahlungen im grösseren Umfang hätten die Liquidität zusätzlich stark beeinträchtigt, schrieb Daniel Roduner.
Trotz verschiedener Umstrukturierungen, wiederholter Sanierungsmassnahmen, der Unterstützung langjähriger Geschäftspartner und des grossen Einsatzes des Teams habe die wirtschaftliche Situation der Port-Air AG letztlich nicht mehr nachhaltig stabilisiert werden können. Auch ein Gesuch um Kurzarbeit sei abgelehnt worden, erklärte er weiter.
Das Konkursamt Nidwalden hat das Büro versiegelt und das Unternehmen ist nur noch per E-mail erreichbar.
Eigenes Flugzeug
Ein pikantes Detail: Am 23. Juli 1993 erwarb das Unternehmen von der Pilatus Flugzeugwerke AG, Stans ein Flugzeug vom Typ ‘Pilatus Porter’ zum Preis von CHF 180’000. Es ist nicht bekannt, ob dieses Flugzeug noch in den Bücher von Port-Air AG ist.
Kunden kommen nicht zu schaden
Bereits gebuchte Reisen werden durchgeführt und die Kundengelder seien gemäss dem Pauschalreisegesetz (PRG) bei der Swiss Travel Security abgesichert. Kundinnen und Kunden würden die Reiseunterlagen automatisch erhalten.
Alle An- und Restzahlungen müssen gemäss Bestätigung bezahlt werden, betont Roduner. Diese werden vom Konkursamt Nidwalden verwaltet und an die korrekten Stellen weitergeleitet. «Wir konnten eine einvernehmliche Lösung finden, sodass wir die Abwicklung der offenen Dossiers selber verwalten dürfen.»
Hans-Peter Brasser








