Nachhaltige Ferienunterkünfte legen deutlich zu

Das zeigt eine Interhome-Auswertung für die wichtigsten europäischen Märkte.
Ferienhaus Lamore di Carla in Italien. ©Interhome

Nachhaltigkeit gewinnt bei der Wahl von Ferienunterkünften weiter an Bedeutung. Das zeigt eine neue Analyse von Interhome, die auf den eigenen Buchungsdaten des Ferienhaus-Spezialisten basiert.

Für Aufenthalte zwischen Juni und September hat sich die Zahl der Buchungen nachhaltiger Ferienunterkünfte in Deutschland, Frankreich, Italien, Spanien und der Schweiz zwischen 2020 und 2025 mehr als verdoppelt.

Der Anteil nachhaltiger Unterkünfte an allen Sommerbuchungen stieg im gleichen Zeitraum von 16,7 auf 29,5 Prozent. Das entspricht einer Zunahme um 12,8 Prozentpunkte und deutet laut Interhome auf einen strukturellen Wandel in der Nachfrage nach Ferienunterkünften hin.

Zwischen den einzelnen Märkten zeigen sich jedoch deutliche Unterschiede. Italien verzeichnete 2025 mit einem Anteil von 40,1% die meisten Buchungen nachhaltiger Ferienunterkünfte. Dahinter folgen Deutschland mit 36,1% und die Schweiz mit 35,9%. Spanien erreicht 29,3%, Frankreich 16,1%.

Auch bei den Nachhaltigkeitsmerkmalen entwickeln sich die Märkte unterschiedlich. Am stärksten legten zwischen 2020 und 2025 in allen fünf Ländern Unterkünfte mit Recyclingmöglichkeiten zu. E-Ladestationen verzeichneten besonders in Frankreich und der Schweiz hohe Zuwächse, während Solarenergie vor allem in Italien und Spanien an Bedeutung gewann.

«Unser Anspruch ist es, Veränderungen im Ferienhausmarkt nicht nur wahrzunehmen, sondern sie aktiv mitzugestalten», sagt Jörg Herrmann, CEO von Interhome. Mit der neuen Analyse wolle das Unternehmen künftig regelmässig datenbasierte Einblicke in die Entwicklung nachhaltiger Ferienunterkünfte liefern und damit die Diskussion über nachhaltiges Reisen unterstützen.

Auch auf Vermieterseite steige das Interesse an Investitionen in nachhaltige Massnahmen, ergänzt Saskia Weber, Sustainability Director von Interhome. Verbesserungen wie E-Ladestationen, Photovoltaikanlagen oder energie- und wassersparende Ausstattung würden sowohl die Attraktivität der Unterkünfte als auch deren Betriebskosten positiv beeinflussen. Dadurch wachse der Anteil nachhaltiger Ferienhäuser im Portfolio kontinuierlich. (TI)